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Das Experimentierfeld verfolgt unter anderem das Ziel, Wissenschaftler*innen, Besuchende und Bürgerwissenschaftler*innen ins Gespräch zu bringen, gegenseitiges Lernen im Dialog zu unterstützen, insbesondere junge Wissenschaftler*innen in der Wissenschaftkommunikation zu fördern und die Forschung am Haus in den Dialog zu bringen. Im Folgenden informieren wir über eine Auswahl von laufenden und abgeschlossenen Projekte in diesem Segment. Mehr Projekte des Experimentierfeldes finden Sie auf der Hauptseite.

 

Aktuelle Projekte

Kaffeeklatsch mit Wissenschaft

Jeden ersten Sonntag des Monats können Besuchende von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern spannende Einblicke in ihre Arbeit bekommen und dabei in gemütlicher Runde Kaffee  trinken. Jeder ist willkommen Fragen zu stellen und zur Unterhaltung beizutragen.

In der Novemberausgabe vom "Kaffeeklatsch mit Wissenschaft" wird Silvia Keinath ihre Arbeit aus dem Fachbereich der Stadtökologie vorstellen. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin erforscht die Biologin im Zuge ihrer Doktorarbeit am Museum für Naturkunde, Berlin und innerhalb des Berlin-Brandenburg Instituts für Biodiversitätsforschung Merkmalveränderungen und Artzusammensetzungen heimischer Insekten im städtischen, landwirtschaftlichen sowie naturnahen Lebensräumen.

Gefördert durch die Robert Bosch Stiftung.

 

Transkriptionswerkstatt der Historischen Arbeitsstelle

In der Transkriptionswerkstatt des Archivs der Historischen Arbeitsstelle transkribiert eine engagierte Gruppe von 8-16 Personen einmal wöchentlich unter der Leitung von Sandra Miehlbradt, Archivarin in unserer Historischen Arbeitsstelle, historische Dokumente des MfN aus Sütterlin und Kurrent und digitalisiert die Texte. Kleine Schreibübungen zu Beginn jeder Session üben dabei das Auge für die folgende Entzifferung von Handschriften. Nach einer Sommerpause wird die Transkriptionswerkstatt ab 11.09.2019 weitergeführt. Anmeldungen werden unter beteiligen@mfn.berlin entgegengenommen.

 

The Museum Salon (Promovierendenprojekt)

Im Rahmen des Aufbaus eines Doktorand*innen-Programms im Experimentierfeld verwirklichte Guillaume Demare seine Idee, eine Veranstaltung zu schaffen, während der Wissenschaftler*innen aus dem Museum sowie Besuchende regelmäßig zusammenkommen , um einen interdisziplinären Austausch und die Einbindung der Perspektiven der Besuchenden auch neue Forschungsideen zu ermöglichen sowie die Wissenschaftler*innen des Hauses stärker intern und extern für neue Kooperationsmöglichkeiten zu vernetzten. Unsere Besuchenden können so Einblicke in verschiedene Forschungsprojekte erlangen und Möglichkeiten zum persönlichen Austausch mit Wissenschaftler*innen nutzen. Im Anschluss an ein moderiertes Gespräch zwischen zwei Wissenschaftler*innen entstanden meist spontane und fruchtbare Gespräche.

Termine und Gäste

06.03. 2019 – Yara Haridy (MfN) und Nora Lengte-Maaß (MfN)

13.03. 2019 – Stephanie Niemeier (MfN) und Sarah Darwin (MfN)

27.03. 2019 – Elena Martellato (MfN) und Mark MacDougall (MfN)

03.04.2019 – Robert Hoffmann (MfN) und Marta Filipa Cortesão (DLR)

10.04.2019 – Eliana Buenaventura (MfN) und Antoine Veriere (MfN)

23.04.2019 – Yara Haridy (MfN) und  Will Roberts (HU)

Nach einem Feldaufenthalt von Herrn Demare findet der nächste Salon am 28. August um 15.00 Uhr im Experimentierfeld statt.

Gefördert durch die Robert Bosch Stiftung.

 

Starke Wespen (Promovierendenprojekt)

Im Rahmen des Aufbaus eines Doktorand*innen-Programms für das Experimentierfeld entschloss sich Maraike Willsch im Sinne eines Live-Speakers in den Ausstellungen über ihre Promotion zu berichten und offen mit Besuchenden ins Gespräch zu gehen. Maraike Willsch arbeitete zehn Jahre in unterschiedlichen Positionen am Museum und war begeistert von der Möglichkeit des Experimentierfeldes in den Ausstellungen „endlich eine Präsentation der Forschung und Sammlung im Sinne der Wissenschaftskommunikation“ zu ermöglichen. Die Evolutionsbiologin untersucht im Rahmen ihrer Promotion mithilfe von 3D-Bildgebungsverfahren evolutive Entwicklungen und sucht nach artspezifischen Merkmalen des Muskelaufbaus bei Wespen.  Im Experimentierfeld stellte sie ihre Forschung vor und erläuterte, wie man diese faszinierenden 3D-Aufnahmen erhält und analysiert. Im Dialog über diese Tiere ist es für sie interessant, von den Besuchenden zu erfahren, was sie eigentlich über Wespen wissen, aber auch von den Alltagserfahrungen aller Besuchenden mit den Wespen zu lernen.

Gefördert durch die Robert Bosch Stiftung.

Vergangene Projekte

Bare Bones (Promovierendenprojekt)

Im Rahmen des Aufbaus eines Doktorand*innen-Programms für das Experimentierfeld spricht die Doktorandin Yara Haridy mit Besuchenden über die Unterschiede von Hörnern und Geweihen bzw. Knochen. Sie nutzt dazu eine ganze Reihe von Objekten aus den Sammlungen zur Visualisierung, die als Blickfang anziehend auf Besuchende wirken. Yara Haridy lehrte während ihres Masterstudiums in Kanada an der Universität und möchte diese Gelegenheit des Experimentierfeldes nutzen, Grundlagen für das Verständnis ihrer Arbeit auch an ein Laienpublikum zu vermitteln. In ihrer Promotion erforscht sie die evolutionäre Entwicklung von Knochenzellen.

Gefördert durch die Robert Bosch Stiftung.

 

Game of the Ages (Promovierendenprojekt)

Im Rahmen des Aufbaus eines Doktorand*innen-Programms für das Experimentierfeld entwickelte Fernando Blanco mit der App Kahoot! ein digitales Quiz zu seinem Forschungsfeld, der Paläoökologie. Dieses Spiel wird über die Bildschirme und Tablets im Experimentierfeld von den Besuchenden gespielt. Fernando Blanco begleitet die Quizteilnehmer*innen dabei und kommt dabei mit den Besuchenden über die Quizinhalte ins Gespräch. Das Projekt ermöglich einerseits einen Einblick in Fragen, die Besuchende spannend finden. Gleichermaßen ermöglicht das Quiz  jungen Besuchenden sich auf spielerische Art und Weise der Beziehung zwischen Lebewesen und ihrer Umwelt bewusst zu werden. Im Dialog über Paläoökologie ist es für Fernando Blanco interessant, von den Besuchenden zu erfahren, was sie eigentlich über Ökosysteme wissen. Dieses Wissen möchte er nutzen, um die Kommunikation seiner Forschung verständlicher zu gestalten.

Gefördert durch die Robert Bosch Stiftung.

 

Dialogformate von Wissenschaftsnachwuchs

Wiebke Rössig leitete im August 2018 im Rahmen der Oxford Summer School  "Open, transparent, and reproducible research in the life sciences" einen Workshop zu Partizipation an Forschung und Debatte. Im Anschluss wünschte eine Teilnehmende des Workshops, die diskutierten Ansätze partizipativer und dialogischer Kommunikation im Museum anzuwenden. Nach einem Austausch dazu, wie Fragen gefasst werden könnten, die der Promovierenden selber in ihrer Forschung einen Mehrwert bieten, wurden diese Fragen auf Poster gedruckt. Die Promovierende ging dann mit diesen Fragen proaktiv auf Besuchende zu, erklärte kurz ihr Projekt und kam dann umgehend zu den Fragen, bei denen die unterschiedlichen Perspektiven der Besuchenden sie interessierten. Zusätzlich standen Moderationskarten zur Verfügung, damit Besuchende ihre Meinung an dafür vorbereitete Posterwände kleben konnten. Besuchende nahmen die Möglichkeit begeistert wahr, mit einer jungen Wissenschaftlerin zu sprechen. Es entwickelten sich mehrere lange und intensive Gespräche, bei denen es sogar zur Entwicklung von Forschungsfragen kam. Die Promovierende schrieb in ihrer Auswertung: “I think the first thing to note was that the entire concept was pretty new to me! Usually there are two main ways that we might interact with the general public; recruiting them as participants, or "communicating" our research after it has been completed. So for me I think one of the best aspects was actually being introduced to the participation framework and I hope to be able to incorporate it more into future research or other work. As for the actual experience on the day - I was pleasantly surprised at how some people did want to interact (I suppose I feared no one would want to talk with me or care about the topic).”

 

Projektpräsenation VietBio


Zwischen September und Dezember 2018 arbeitete eine Gruppe von Biolog*innen aus Vietnam in unserem Haus. Dies fand im Rahmen des Projekts VIETBIO, einem deutsch-vietnamesischen Forschungsprojekt, statt. Nach einer gemeinsamen Feldforschung in Vietnam beschäftigten sich die vietnamesischen Kolleg*innen nun mit neuesten Methoden der Biodiversitätsentdeckung. Es wurde ein Monitoring System für Vietnam entwickelt, um die dortige Biodiversität zu schützen. Vom 14. bis 16. November 2018 jeweils nachmittags präsentierten Mitarbeitende vom MfN und die vietnamesischen Partner in den Ausstellungen die Methoden und Ergebnisse dieses Projekts. Ein spannendes Spiel lud zum Entdecken ein, Tierstimmen aus dem Bach Ma Nationalpark wurden hörbar und die modernsten Methoden der Biodiversitätsentdeckung erlebbar.