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Dynamische Informations- und Wissensintegration

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Naturkundliche Forschungssammlungen haben neben der Archivierung von Forschungsobjekten und -daten stets eine bedeutende Rolle bei der Integration von Wissen gespielt. Für die Biologie geschieht dies unter anderem in der Taxonomie durch die kontinuierliche Aufbereitung,  kritische Sichtung, Integration und Verfügbarmachung des globalen Wissens über Organismen. Der Bedarf an entsprechenden Informationsinfrastrukturen ist dabei riesig – unter anderem in Evolutionsforschung, integrativer Biodiversitätsentdeckung, Biodiversitätsdynamik, -entdeckung und -monitoring, ökologischer Modellierung, Klimaforschung, Bürgerwissenschaften und Kommunikation mit der Gesellschaft.

Erforderlich sind virtuelle Forschungsplattformen, die semantische Informationen, Medien- und Objekt-Referenzdatenbanken und geeignete algorithmische und menschlich-kollaborative Prozesse kombinieren. Als dynamische Plattformen aggregieren sie Informationen, ermöglichen durch kontinuierliche kritische Begutachtung und Diskurs Qualität und dynamisches Wissensmanagement und bieten globalen Zugang für breite Gesellschaftsschichten. Das Thema kann nur in globaler Zusammenarbeit von professionellen Institutionen, bürgerwissenschaftlichen Initiativen und einer Vielzahl von Einzelwissenschaftler/innen angegangen werden. Naturkundemuseen sind hierbei zentrale Orte, um weltweit integriertes Wissen über Bio- und Geowissenschaften zu bewahren, dynamisch in Qualität und Aktualität zu sichern und breit und offen zugänglich zu machen.