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Rezente und fossile Pflanzen

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Die Sammlungen der Paläobotanik umfassen über 230.000 Sammlungseinheiten mit mehr als 9.100 Abbildungsbelegen und Typen. Sie decken die gesamte Erdgeschichte durch fossile Pflanzen ab. Die Teilsammlungen der Angiospermen- und Gymnospermenzeit (Käno- und Mesophytikum) umfassen etwa 67.000 Sammlungseinheiten vom tiefen Jura bis zu subrezenten Belegen. Darunter befinden sich über 5.800 Abbildungsbelege und Typen. Die Teilsammlungen des Farnzeitalters (Paläophytikum) umfassen etwa 120.000 Sammlungseinheiten vom Präkambrium bis zum oberen Perm. Darunter befinden sich etwa 3.300 Abbildungsbelege und Typen.

Räumliche und zeitliche Schwerpunkte sind das rheinische Unterdevon, das mitteleuropäische Karbon und das untere Perm (Rotliegendes) Thüringens und Sachsens, die Kreidezeit in Norddeutschland und Brasilien, sowie die Braunkohlen des Tertiärs der Lausitz und Sachsen-Anhalts. Die Aufsammlungen stehen historisch oft im Zusammenhang mit Kohlelagerstätten, sodass die Sammlungen vor allem von Stücken aus dem Paläophytikum und dem Tertiär geprägt sind. Von besonderer Bedeutung sind die hochdiversen Untertage-Aufsammlungen des Karbons, vor allem preußischer Kohlelagerstätten, sowie umfangreiche Bohrkernsammlungen aus Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. In der letzten Zeit wurden in verstärktem Maße die mesophytischen Sammlungen durch wissenschaftlich interessantes Material aus der Trias- und Kreidezeit erweitert.