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Johannes Vogel, Generaldirektor des Museums für Naturkunde Berlin, begleitet den Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier vom 11. bis 16. Februar 2019 in die Republik Kolumbien und die Republik Ecuador. Zur Delegation gehören Expertinnen und Experten wie die Humboldt-Biographin Andrea Wulf, die Ururenkelin von Charles Darwin und Ehefrau von Johannes Vogel, Sarah Darwin, weitere Forscherinnen und Forscher der Bereiche Klima und Artenvielfalt sowie Vertreterinnen und Vertreter deutscher Humboldt-Institutionen. Anlass des ersten Besuchs von Bundespräsident Steinmeier auf dem lateinamerikanischen Kontinent ist der 250. Geburtstag von Alexander von Humboldt und dessen Lateinamerikareise vor 220 Jahren. Geplant ist ein gemeinsamer Besuch der Galapagosinseln, wo unter anderem der Evolutionsbiologe Charles Darwin forschte – inspiriert durch die Werke Alexander von Humboldts. Sein wissenschaftliches, ökologisches und zivilisatorisches Erbe verbindet Deutschland eng mit Kolumbien und der Republik Ecuador.

Alexander von Humboldt war der erste global denkende und handelnde Wissenschaftler Deutschlands, der ein internationales Netzwerk der Forschung geschaffen hat, in dem Geistes- und Naturwissenschaften noch vereint waren. Mit der Arbeit des Museums für Naturkunde Berlin als sich öffnendes, integriertes, global agierendes Forschungsinstitut wird diese Haltung fortgesetzt. Alexander von Humboldt war risikobereit, politisch denkend und handelnd. Er vertrat ein ganzheitliches Naturverständnis. In seinem Sinne bringt sich das Museum für Naturkunde Berlin aktiv als Vermittler und Berater in gesellschaftliche Debatten um die Erforschung der Natur, ihrer Relevanz, für die Lösung vieler gesellschaftlicher Probleme und den Schutz der natürlichen Ressourcen ein.

Die Sammlungen des Museums für Naturkunde Berlin sind ein einmaliger wissenschaftlicher und kultureller Schatz und Schlüssel zum Wissen über die Natur. Sie sind Teil einer weltweit vernetzten, wissenschaftlichen Infrastruktur mit zwei bis drei Milliarden dokumentierten Objekten. Anhand dieser Objekte werden die Diversität der Natur und ihre Entwicklung in Zeit und Raum erforscht. Im Museum für Naturkunde Berlin wird seit über 200 Jahren gesammelt und geforscht. Viele bedeutende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben die Ergebnisse ihrer Sammler- und Forschertätigkeit in das Museums eingebracht. Zu den Herausragenden gehört Alexander von Humboldt. Seine beiden großen Reisen nach Amerika und Russland haben Expeditionsgeschichte geschrieben.

Aus Anlass des 250. Geburtstages von Alexander von Humboldt im Jahre 2019 wird am 17. Juni eine Intervention eröffnet, die den Fokus auf die mehr als 500 mineralogischen Sammlungsobjekte legt, die direkt auf Humboldt zurückzuverfolgen sind und zu den Sammlungen des Museums für Naturkunde gehören. Zeitgleich erscheint ein Buch zu den Mineralen und Gesteinen, die über Humboldt ins Museum für Naturkunde Berlin gelangten.