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Hochkarätige internationale Gutachtergruppe bescheinigt Berliner Naturkundemuseum exzellente Arbeit

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Hochkarätige internationale Gutachtergruppe bescheinigt Berliner Naturkundemuseum exzellente Arbeit

Sehr gute bis exzellente Forschung und sehr gute Ausstellungen: So lautet das Urteil einer unabhängigen internationalen Gutachtergruppe über das Museum für Naturkunde – Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung. Die Einschätzung der hochkarätigen Fachkollegen war Grundlage für die gestern verabschiedete Stellungnahme des Senats der Leibniz-Gemeinschaft. Diese geht als Empfehlung an die Bund-Länder-Kommission, welche über die weitere Förderung entscheidet. „Es ist ein großartiger Erfolg, nach nur drei Jahren Zugehörigkeit zur Leibniz-Gemeinschaft ein solch ausgezeichnetes Prädikat zu bekommen“, freut sich Generaldirektor Johannes Vogel. „Das ungewöhnlich große Engagement der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, der ausgeprägte Teamgeist und ein hohes Maß an Kreativität sind die Elemente, die unser Museum in eine erfolgreiche Zukunft tragen. Aber, wir stimmen mit den Gutachtern überein, höchste Priorität müssen jetzt die Verbesserung der baulichen Situation, der Schutz und die Unterbringung der Sammlungen sowie der Ausbau der Infrastruktur haben.

„Es galt für das Museum, sich mit aller Kraft auf die erste Begutachtung durch eine internationale Evaluierungskommission der Leibniz-Gemeinschaft sowie die Erarbeitung unserer Mission, Zukunftsvision und dazugehörigen Strategie zu konzentrieren. Dieses ist uns gelungen.“, so Generaldirektor Johannes Vogel. Die neue Leitung des Museums für Naturkunde habe in den Bereichen Wissenschaft, Infrastruktur und Besucherzufriedenheit klar die Entwicklung des Museums vorangetrieben und exzellente Pläne, um sich den Herausforderungen der Zukunft zu stellen, so die Experten. Höchste Priorität müssen die Verbesserung der baulichen Situation und damit auch die Unterbringung der Sammlungen sowie der Ausbau der Infrastruktur, die Personalentwicklung, der Aufbau eines strukturierten Doktorandenprogramms und der weitere Ausbau der finanziellen Zuwendungen haben.

Das Konzept des Museums für Naturkunde als integriertes Forschungsmuseum, das dadurch gekennzeichnet ist, dass die Bereiche Forschung, Sammlung und Wissenschaftskommunikation richtungsweisend und eng miteinander verknüpft sind, wurde von den Gutachtern nachdrücklich befürwortet. Die am Museum für Naturkunde betriebene Forschung ist die Grundlage für die hohe Qualität der Sammlungsentwicklung, der sehr guten Ausstellungsstrategie, der pädagogischen Aktivitäten, für die Politikberatung, Veranstaltungen, Öffentlichkeits- und Pressearbeit. Umgekehrt stellen die Sammlungen die unverzichtbare Grundlage für die von der Gutachtergruppe gelobte Forschung des Museums dar. Die Ausstellungen sind eng mit der Forschung des Hauses verknüpft und präsentieren anspruchsvolle Themen auf angemessene Weise und in hoher Qualität. Die Unterbringung der Nass-Sammlung als öffentlich zugänglicher Teil der Sammlung ist bezüglich Sicherheit und Art der Präsentation wegweisend für die globale Museumslandschaft, so die Gutachter. Diese hielten darüber hinaus fest, dass sich die am Museum angebotenen Serviceleistungen einer großen Nachfrage aus der internationalen Gemeinschaft erfreuen. Dies sei durch die hohe Zahl an Gastwissenschaftlern, Ausleihen und Anfragen eindrucksvoll belegt.

Das Museum für Naturkunde ist national, international und innerhalb der Leibniz-Gemeinschaft sehr gut vernetzt. Die hochrelevante Spitzenforschung konzentriert sich auf Fragen der Biodiversitäts- und Evolutionsforschung, Geoprozesse, Sammlungsentwicklung und Wissenschaftskommunikation. Die Publikationsleistungen - davon etwa die Hälfte in hochrangigen wissenschaftlichen Zeitschriften - belegen, dass das Museum einen Spitzenplatz unter den Naturkundemuseen weltweit einnimmt und mit diesen international konkurrieren kann, so die Gutachter. Mit mehr als 30 Millionen zoologischen, paläontologischen und mineralogischen Objekten beherbergt das Museum für Naturkunde eine der größten naturkundlichen Sammlungen der Welt und ist damit Teil einer vernetzten internationalen Forschungsinfrastruktur, die von jährlich über 600 Wissenschaftlern aus aller Welt genutzt wird.

Der gesamte Bewertungsbericht kann hier eingesehen werden: http://www.leibniz-gemeinschaft.de/ueber-uns/evaluierung/das-evaluierungsverfahren-des-senats/senatsstellungnahmen/.