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PAN - Perspektiven auf Natur

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PAN ist ungewöhnlich: eine Forschungsabteilung am Berliner Museum für Naturkunde, die sich ausgehend von der Institution und ihren Sammlungen (Objekte, Archivalien, Bibliotheksbeständen) kulturwissenschaftlichen und künstlerischen Fragestellungen widmet, um neue Perspektiven auf das Verständnis von „Natur“ zu eröffnen. PAN ist ein Grenzgänger zwischen den Disziplinen und unterschiedlichen Interessensgruppen des Museums, der mit neuen Fragen, Themen und Methoden zum Diskutieren, Streiten und Weiterdenken anregt.

PAN bündelt die wissenschaftshistorische Forschung am Museum, fördert und initiiert neue Forschungs- und Vermittlungsprojekte in Kooperation mit Partnern aus den Kulturwissenschaften und der Kunst. Durch die Erschließung und Erforschung der Sammlungen am Museum für Naturkunde Berlin als kulturwissenschaftliche Quellen fördert PAN zudem die Wahrnehmung des Museums für Naturkunde Berlin als kulturelle Einrichtung und interdisziplinär bedeutende Forschungsinfrastruktur.

PAN dient der kritischen Selbstreflexion, interdisziplinären Vernetzung und Innovation. Aufgabe ist es, die Wissensproduktion und Wissenspräsentation am Museum für Naturkunde Berlin in Vergangenheit und Gegenwart zu untersuchen sowie experimentelle Kommunikations- und Vermittlungsformen zu entwickeln und zu testen, um auf dieser Grundlage einen interdisziplinären Diskurs über das Museum für Naturkunde im 21. Jahrhundert zu führen. PAN fragt nach den sozialen, politischen, kulturellen und historischen Kontexten, in denen sich Begriffe von Natur, naturkundliche Disziplinen, die Sammlungen und deren museale Vermittlung zu unterschiedlichen Zeiten entwickeln.

Aktuelle Projekte sind Kunst/Natur, Dinosaurier in Berlin und Politische Objektmobilität, bereits abgeschlossen: Wissensdinge.

Wenn Sie Informationen über die Veranstaltungen PANs erhalten wollen, schicken Sie uns bitte eine Email. Wir nehmen Sie dann gerne in unseren Verteiler auf. Ihre Daten werden ausschließlich für diesen Newsletter (über Mailchimp) verwendet und selbstverständlich nicht an Dritte weitergegeben. Eine An- und Abmeldung ist jederzeit möglich.

Themenschwerpunkte

  • Kulturen des Wissens:
    Untersucht werden soziale, politische, kulturelle und historische Kontexte sowie die Akteure, die die Wissensproduktion und Wissenskommunikation am Museum für Naturkunde Berlin beeinflussen. Neben historischen Szenarien liegt ein Augenmerk auf gegenwärtigen musealen und wissenskommunikativen Leitbegriffen wie Partizipation oder "citizen science", die historisch analysiert, methodisch hinterfragt und praktisch getestet werden.
     
  • Evolution des Naturbegriffs:
    Wir untersuchen, wie und durch welche kulturellen, gesellschaftlichen und andere Faktoren „Natur“ in der naturkundlichen Praxis am Museum konstruiert wird, welche bewussten und unbewussten Subtexte dabei formuliert werden und wie sich der Naturbegriff im Laufe der Zeit verändert hat.
     
  • Perspektiven der Kunst:
    Naturwissenschaften sind bildgebende Wissenschaften. PAN widmet sich der visuellen Geschichte der Naturkunde und lädt zu einer künstlerischen Auseinandersetzung mit den Bildbeständen des Hauses, mit einzelnen Objekten und der Geschichte des Museums ein.
     
  • Das Museum für Naturkunde im 20. Jahrhundert:
    Bislang konzentriert sich die historische Forschung über das Museum für Naturkunde Berlin auf das 19. Jahrhundert. PAN schließt an diese Arbeiten an, legt dabei aber einen besonderen Schwerpunkt auf das 20. Jahrhundert. Kolonialismus, Erster und Zweiter Weltkrieg sowie Nationalsozialismus und DDR hatten grundlegende Konsequenzen für die Praktiken des Sammelns und Präsentierens. Ziel ist es, eine politische Zeitgeschichte des Museums für Naturkunde Berlin zu initiieren.