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Filippo Bertoni

Filippo Bertoni

Museum für Naturkunde
Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung
Invalidenstraße 43
10115 Berlin
Deutschland

Aufgabengebiete

Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der „Tiere als Objekte. Zoologische Gärten und Naturkundemuseum in Berlin, 1810 bis 2020“ BMBF-Verbundprojekts.

Forschung

Seit jeher haben Naturkundemuseen die Arbeit von Naturwissenschaftler*innen entscheidend geprägt indem sie wachsende Sammlungen von Materialien für ihre Forschungen zur Verfügung stellten. In den letzten Jahrzehnten hat sich diese Rolle durch die zunehmende Digitalisierung und Datierung der Naturgeschichte und ihrer Forschungsobjekte erneut verändert. Meine Forschung konzentriert sich auf die historischen und aktuellen Praktiken, die es uns ermöglichen, Tiere und andere lebendige Dinge zu verstehen, indem wir sie in Daten und Objekte von technischem Interesse verwandeln - die wiederum durch Server, Datenbanken, Publikationen und Big-Data-Politik und Praktiken ein Eigenleben entwickeln. In Zusammenarbeit mit meinen Kolleg*innen an der Humboldt-Universität und im Berliner Zoo und Tierpark analysieren wir die Transformationen, die Tiere in den genannten Institutionen durchlaufen sowie ihre Rolle bei der Gestaltung unseres Verständnisses der Natur. Meine Aufgabe konzentriert sich dabei insbesondere auf die Erfassung der Datenlandschaften, die das Leben von Tieren und technisch-wissenschaftlichen Objekten in globale Datenwelten verwandeln. Daten spielen eine wichtige Rolle bei der Vermittlung zwischen Gesellschaft und Wissenschaft: die Entwicklung von Rahmenbedingungen, die Daten nicht als reibungslose, immaterielle und objektive Ideale einer abstrakten Information ausdrücken, sondern als situierte konkrete Akteure in den Wissenspraktiken, ist von entscheidender Bedeutung, wenn wir die aktuellen Stürme, die sich am Horizont unserer Gesellschaften und auch unserer technologischen Wissenschaften abzeichnen, steuern sollen.