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Städte beherbergen zahlreiche Insektenarten. Viele von diesen Insekten sind spezialisierte Pflanzenbestäuber, wie zum Beispiel die Wildbienen, Schmetterlinge oder auch Schwebfliegen. Berlin beheimatet über 300 Wildbienenarten, von denen die Hälfte auf der Roten Liste und unter Naturschutz steht.
Wie können städtische Gärten zum Wildbienenschutz in Berlin beitragen? Wie können Gärtner*innen und Stadtplaner*innen Wildbienen und ihre Bestäubungswirkung in Gemeinschaftsgärten unterstützen?
 
In einem bürgerwissenschaftlichen Pilotprojekt untersuchen das Fachgebiet Ökosystemkunde/ Pflanzenökologie der TU Berlin und das MfN diese Fragen gemeinsam mit Berliner Gärtner*innen aus 24 Gemeinschaftsgärten. Unser Ziel ist es, die Kenntnisse zur Artenvielfalt, Ökologie und dem Schutz von Wildbienen in den Berliner Stadtgärten nicht nur aus wissenschaftlicher Sicht zu verstehen, sondern auch zum gesellschaftlichen Verständnis von Wildbienen in Berlin beizutragen. Das wissenschaftliche und gesellschaftliche Verständnis ist entscheidend für den Erhalt der biologischen Vielfalt in unseren Städten weltweit.

Im Laufe der Saison (Frühling und Sommer 2020) beobachten Gärtner*innen in 24 Gemeinschaftsgärten in Berlin die Bestäubungsfunktion an ausgewählten Tomaten-, Kürbis- und/oder Paprikapflanzen. Sie dokumentieren, wann ihre Pflanze 1) blüht, 2) bestäubt ist und 3) Früchte trägt. Bei der Ernte vermessen sie die Größe der Früchte. Wissenschaftler*innen der TU Berlin sammeln in diesen Gärten Wildbienen mit Fanggeräten und dokumentieren die Beschaffenheit der verschiedenen Gärten. Die Ergebnisse dienen als Grundlage zur gemeinsamen Entwicklung von Maßnahmen zur Förderung von Bestäubern in Gemeinschaftsgärten.
Mit dem angeschlossenen Fotoprojekt zu Wildbestäubern wollen wir über einen längeren Zeitraum genauer hinschauen und das Wachstum der Pflanzen begleiten. Die gesammelten Wildbienen repräsentieren die jeweiligen Bestäuber der Pflanzen. Die Insekten werden im Museum für Naturkunde Berlin hochwertig digitalisiert.
 

Mitmachen

Wenn Sie Gärtner*in in einem der teilnehmenden Gärten sind und Interesse haben, an dem Projekt teilzunehmen, schauen Sie unser Video zum Online-Workshop an und registrieren Sie sich hier: Anmeldung.
Lernen Sie uns persönlich kennen und kommen Sie auch zu unserer Online-Fragestunde am 2. Mai um 12 Uhr. Den Link zum Video-Konferenz-Raum senden wir Ihnen gerne per E-Mail.
Häufige Fragen zum Projekt und eine Liste der teilnehmenden Gärten finden Sie weiter unten im Bereich FAQ. Schicken Sie uns Ihre Fragen jederzeit per E-Mail: Gartenbestaeuber@mfn.berlin
 
Wir freuen uns über Ihr Interesse und Ihre Unterstützung!
Anmeldung zum Projekt
 
Der Online-Workshop:
In diesem Workshop geben wir Ihnen eine kurze Einführung in die Forschung der TU Berlin über wilde Bestäuber in Gemeinschaftsgärten. Darüber hinaus gibt es eine kurze Einführung über Bestäuber und Bestäubung in Stadtgärten sowie Informationen zur Bürgerforschung im Projekt.
Bitte nehmen Sie, nach dem Sie das Video gesehen haben, an der Umfrage zum Start des Projekts teil: Befragung öffnen
 
 
Anleitungen:
Beobachtungen nach der Messung übermitteln:
Ergebnisse eintragen im Online Formular
Ergebnisse eintragen im Google Drive Ordner
Melden Sie sich bei Fragen und Problemen jederzeit bei uns unter Gartenbestaeuber@mfn.berlin
 

FAQ

Häufige Frage haben wir nachfolgend einen Fragenkatalog beantwortet. Falls Sie eine Frage haben, die hier nicht aufgeführt ist, schreiben Sie uns einfach eine E-Mail und wir beantworten Ihre Frage umgehend. Die Fragen und Antworten werden hier laufend veröffentlicht.
 
Wozu gibt es den Online-Workshop?
Der Workshop verfolgt drei Hauptziele. 1) eine kurze Einführung in unser Forschungsprojekt über wilde Bestäuber in Gemeinschaftsgärten; 2) eine kurze Einführung über Bestäuber und Bestäubung in Stadtgärten; 3) eine Einführung und Beschreibung des bürgerwissenschaftlichen Projekts.
 
Wann finden der Online-Workshop statt?
Der Workshop ist immer auf unserer Website verfügbar! Sie können das Video im Laufe des Sommers so oft ansehen, wie Sie möchten!
 
Ist der Online-Workshops verpflichtend?
Der Workshop ist nicht verpflichtend. Wir ermutigen die Gartenmanager*innen den Workshop anzuschauen, um mögliche Fragen von Gärtnern beantworten zu können. Geben Sie die Fragen auch gerne an uns weiter. Wir bitten alle, die an dem bürgerwissenschaftlichen Projekt teilnehmen möchten, sich das Video zusammen mit den Video-Tutorials anzusehen. Alle Videos finden Sie oben auf der Seite unter mitmachen.
 
Bekomme ich eine Ausstattung gestellt, wenn ich beim  Projekt (ökologischer Versuch, Fragebogen, Fotoprojekt) mitmache?
Ja! Wir stellen Ihnen die gesamte Ausstattung zur Verfügung, die Sie für Ihre Teilnahme benötigen. Die Datenblätter und Protokolle werden alle hier auf unsere Website gepostet/veröffentlicht. Wir werden auch alle Gärten in den nächsten Wochen besuchen, um die Datenbögen zusammen mit Maßband, Handzähler, Stift, usw. zu verteilen.
Wenn Sie für das Fotoprojekt eine Kamera benötigen, geben wir Ihnen diese gerne. Schreiben Sie uns einfach ein E-Mail!
 
Wie lange dauert das Projekt?
Das Projekt beginnt mit der Dokumentation Ihres Gartens und endet mit Ihrer Ernte. Wir schätzen, dies wird etwa über einen Zeitraum von 6 bis 8 Wochen gehen. Wir werden die Gärten bis zum Spätsommer (August/September) jeden Monat besuchen, um Wildbienen zu sammeln und die Merkmale der Gärten zu dokumentieren.
 
Die Gärten:
Folgende Gärten nehmen am Pilotprojekt teil:
 

Weitere Informationen zu Wildbienen

 
Internetquellen
wissenschaftliche Publikationen
 
Entdecken Sie auch die Artenvielfalt in Berlin
Die App gibt es kostenfrei bei Google Play oder im App Store .