
Neue Formen des Austauschs und Dialogs erproben
Das Museum für Naturkunde Berlin befindet sich in einem umfassenden Prozess der Museums-Evolution: Neben baulichen Maßnahmen sowie der Erschließung und Entwicklung seiner Sammlung arbeitet es an innovativen, neuen Formen des Austauschs, der Teilhabe und des Dialogs zwischen Wissenschaft, Gesellschaft, Politik und Wirtschaft. Drehbuch für diesen Aspekt seiner Museums-Evolution ist der Zukunftsplan des Museums mit den entsprechenden Maßnahmen im Teilprojekt Wissenstransfer. Ziel ist dabei, die Menschen für Natur zu begeistern, mit ihnen zu lernen, sich der eigenen Geschichte als Institution zu stellen und als international sichtbarer wissenschaftlicher und kultureller Leuchtturm für Natur die Debatten um die Zukunft des Planeten zu beflügeln.
Dafür entwickelt sich das Museum als offener, lebendiger Ort des Lernens weiter – ein Ort, an dem Forschung für alle transparent wird, Menschen miteinander ins Gespräch kommen und Wissen über Natur gemeinsam entsteht. Dafür sollen die Sammlung, die Forschungsarbeiten und die Zukunftsfragen des Museums so zugänglich werden, dass alle sie erleben, verstehen und mitgestalten können.
Der Wissenstransfer bildet dafür das Fundament: Er schafft die nötigen Strukturen, Formate und Räume, die es braucht, um den Dialog zwischen Wissenschaft, Politik, Kunst, Gesellschaft und Einzelpersonen zu ermöglichen und zu stärken.
Beispiele aus der Museumspraxis
Zwei Projekte, die im Jahr 2025 durchgeführt wurden, sollen die Aktivitäten im Wissenstransfer des Museums beispielhaft vorführen: zum einen das Forschungs- und Bildungsprojekt zur Berliner Stadtnatur „Vielfalt Verstehen“, das Forschung, Umweltbildung, Beteiligung, Teilhabe und Naturverständnis verbindet. Zum anderen beschreibt der Artikel „Öffentliche Sammlungen und Co-Kuration“ die neue Ausstellungskonzeption des Museums am Beispiel von zwei im Jahr 2025 neu kuratierten Sälen, die in geradezu exemplarischer Weise die Umsetzung der oben skizzierten Leitlinien dokumentieren.