
3D-Labor
Hightech-3D-Scans für zoologische Objekte, Fossilien und Gesteine
Das 3D-Labor des Museums für Naturkunde Berlin analysiert biologische, paläontologische und geologische Objekte mit röntgenbasierten 3D-Verfahren oder Auflicht-3D-Scannern. Es ist eine zentrale Forschungsinfrastruktur für wissenschaftliche Projekte am Museum für Naturkunde Berlin ebenso wie für die Digitalisierung ausgewählter Sammlungsobjekte.
Neben unterschiedlichen Geräten zur dreidimensionalen Erfassung verfügt das Labor über zwölf leistungsstarke Workstations. An ihnen werten Forschende die erzeugten Rohdaten mit spezialisierter 3D-Volumenbearbeitungssoftware wissenschaftlich aus.
Das Labor nutzen zahlreiche Arbeitsgruppen. Die Projekte reichen von evolutionsbiologischen Fragestellungen über taxonomische und paläontologische Studien bis hin zu geologischen Anwendungen, etwa in der Impaktforschung.
Wofür eignet sich das 3D-Labor?
Das 3D-Labor eignet sich insbesondere für:
- zerstörungsfreie Analyse interner und externer Strukturen
- dreidimensionale Visualisierung komplexer morphologischer Merkmale
- vergleichende Studien an fossilen und rezenten Organismen
- Untersuchungen von Weichgewebe nach Kontrastierung
- Digitalisierungsprojekte an Sammlungsobjekten
- interdisziplinäre Forschung an der Schnittstelle von Biologie, Paläontologie, Geologie und Materialforschung
Kontakt
Kristin Mahlow-Tillack
Kontaktperson
E-Mail: kristin.mahlow@mfn.berlin
Telefon: 030 889140-8336
Prof. Dr. Johannes Müller
Laborleitung
E-Mail: johannes.mueller@mfn.berlin
Telefon: 030 889140-8805
Marcel Gärtner
Labormitarbeit
E-Mail: marcel.gaertner@mfn.berlin
Nutzung und Zusammenarbeit
Das 3D-Labor steht Mitarbeitenden des Museums, Studierenden, Doktorand:innen, Postdocs sowie Gastwissenschaftler:innen offen. Eine Nutzung ist im Rahmen gemeinsamer Forschungsprojekte und nach vorheriger Absprache möglich.
Auch externe Forschende können die Infrastruktur nutzen, sofern eine inhaltliche Anbindung an die Forschungsfragen des Museums besteht und Kapazitäten verfügbar sind. Darüber hinaus bietet das Labor Dienstleistungen für externe Nutzer:innen an.
Für Anfragen zur Nutzung, Probenbearbeitung oder Kooperation wenden Sie sich bitte an die zuständige Kontaktperson.
Ausstattung
Phoenix Nanotom S – Röntgentomograph
Röntgenbasierte Untersuchung und dreidimensionale Erfassung interner und externer Strukturen
- Maximale Objektgröße: 10 cm
- Auflösung: bis zu 1 µm
Comet YXLON FF85 – Röntgentomograph
Röntgenbasierte Untersuchung und dreidimensionale Erfassung interner und externer Strukturen
- Maximale Objektgröße: 50x70 cm (BxH)
- Auflösung: bis zu 1 µm
Comet Yxlon Cheetah EVO – Flachbildröntgenscanner
Röntgenbasierten Untersuchung und zweidimensionale Erfassung interner Strukturen
- Maximale Objektgröße: 30x30 cm (BxL)
- Auflösung: bis zu 0,5 µm
- Der Scanner verfügt über eine Laminografie-Option, wodurch 2D-Röntgenbildern eine Tiefeninformation hinzugefügt werden kann
Artec Spider, Artec EVA und Artec Leo – Handscanner
Zur dreidimensionalen Erfassung externer Oberflächenstrukturen.
- Portable Geräte für den Einsatz direkt in den Sammlungen
- Objektgrößen
- Spider: ca. 5 cm bis 1,5 m
- EVA: ca. 20 cm bis 6 m
- Leo: ca. 20 cm bis 10 m
Weichgewebskontrastierung
Aufbereitung biologischer Proben zur virtuellen Darstellung von Weichgeweben mittels Röntgenanalytik. Das Labor steht nur museumsinternen Nutzer:innen zur Verfügung und ist nicht als externe Dienstleistung buchbar.
- diceCT-Färbungen (Iod)
- Wolframsäure-Färbungen (PTA) für Muskel- und Knorpelanalysen
Laborverfahren und Analysemethoden
- Mikro-Röntgentomographie (Mikro-CT)
- Kontrastmittel-gestützte Weichgewebsdarstellung (diceCT, PTA-Färbung)
- 3D-Volumenrekonstruktion
- 3D-Oberflächenscan
- 2D-Röntgenanalysen, Visualisierung und Segmentierung komplexer Strukturen mittels Amira, Dragonfly oder Volume Graphics