Drittmittelprojekt

Co-MammalHub
01.11.2025 – 31.12.2026

Künstlerische Annäherungen an Nashörner und Schuppentiere

Projekt Website
Eine Bühne am Nairobi National Museum, mit Aufbauten in form eines Nashorns und anderer Tiere.
Co-MammalHub am Nairobi National Museum: Bühne für Storytelling Wettbewerb, Juni 2026, Kilibasi Design Studio
Foto: Fotograf: Leon Keya, Macleons Enterprises

Das Projekt kommt nach Berlin

Nach Stationen in Pretoria und Nairobi kommt die Veranstaltungsreihe nach Berlin mit Präsentationen und Gesprächen in der Ausstellung (8./9.10.26, jeweils von 14-17 Uhr) sowie einer interaktiven Abendveranstaltung (12.10.26 von 19-22 Uhr).

 

Co-MammalHub (CMH) ist eine Kooperation zwischen drei naturkundlichen Museen und Sammlungen in Südafrika, Kenia und Deutschland. Initiiert wurde das Projekt am Ditsong National Museum of Natural History in Pretoria, um die dortige Säugetierausstellung mithilfe künstlerisch-partizipativer Methoden sowie im Austausch mit dem Nairobi National Museum und dem Museum für Naturkunde Berlin zu aktualisieren. Daraus entwickelte sich eine transkontinentale Veranstaltungs- und Workshopreihe, die an den drei Museumsstandorten zur kritischen und kreativen Auseinandersetzung mit bedrohten Tierarten und naturkundlichen Sammlungen einlädt.

In Zusammenarbeit mit Kulturschaffenden aus den Bereichen bildende und performative Kunst sowie Lyrik entwickelt CMH innovative Formate des Wissensaustauschs, die auf Methoden des künstlerischen Forschens, kreativen Schreibens und ästhetischen Lernens beruhen. Sie ermöglichen es, naturkundliche Themen aus unterschiedlichen Perspektiven zu erkunden und Wissen nicht nur zu vermitteln, sondern gemeinsam mit Besucher*innen zu generieren.

Im Mittelpunkt stehen afrikanische Nashörner und Schuppentiere. Anhand dieser stark gefährdeten Säugetiere eröffnet CMH mit öffentlichen Vorträgen, Gesprächen und künstlerisch angeleiteten Workshops interaktive Räume für Themen wie Wilderei, illegalem Wildtierhandel, Naturschutz oder kolonialem Sammeln und fragt dabei nach zeitgemäßen Ausstellungspraktiken.

Auf dieser gemeinsamen Grundlage entwickelt jedes Museum ein ortsspezifische Programm, das Besucher*innen dazu einlädt, aktiv an der Wissensproduktion und -vermittlung rund um Nashörner und Schuppentiere mitzuwirken. Am Museum für Naturkunde Berlin, das im Gegensatz zu den Partnermuseen keinen Ausstellungsbereich zu afrikanischen Wildtieren hat, stehen Nashorn- und Schuppentierpräparate in der Forschungssammlung und ihre Erwerbungsgeschichte im Vordergrund.

Ein Teil der Werke, die in den Workshops entstehen, wird an den folgenden Museumsstationen gezeigt und in die Neugestaltung der Säugetierausstellung am Ditsong National Museum of Natural History in Pretoria integriert. Auf diese Weise wandern nicht nur Objekte und Wissen zwischen den drei Forschungsmuseen, sondern auch Perspektiven, Ideen und Erfahrungen der beteiligten Besucher*innen.

Der transkontinentale Austausch zwischen Workshopteilnehmenden, Museumsteams und Kunstschaffenden ermöglicht es, unterschiedliche Perspektiven sichtbar zu machen, voneinander zu lernen und neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Museum, Wissenschaft, Kunst und Öffentlichkeit zu erproben.

Projektteam

  • Dr. Annie Antonites (Projektleitung) Ditsong National Museum of Natural History, Pretoria, Südafrika
  • Dr. Nicola Grobler, University of Pretoria, Südafrika
  • Lydia Nafula / Wycliffe Oloo Omondi, Nairobi National Museum, Kenia
  • Anita Hermannstädter, Museum für Naturkunde Berlin 
  • Brandon Kilbourne, Evolutionsbiologe und Lyriker, Berlin, Deutschland