
Die Sammlung Martin Heinrich Klaproth
Martin Heinrich Klaproth entdeckte das Uran – seine historische Mineraliensammlung im Museum für Naturkunde Berlin wird nun erstmals systematisch erschlossen und erforscht.

Martin Heinrich Klaproth (1743–1817) war einer der bedeutendsten Pioniere der modernen Chemie an der Schwelle vom 18. zum 19. Jahrhundert. Die Entdeckung und Bestätigung mehrerer chemischer Elemente, insbesondere des Urans, machten ihn bereits während seiner Forscherkarriere weltweit bekannt und bis in unsere Tage zu einem berühmten Wissenschaftler. Ein Schwerpunkt seiner Forschungsarbeiten galt der exakten chemischen Analyse von Mineralen, zu deren Pionieren er gehörte. Die Mineraliensammlung von Klaproth wurde nach seinem Tod 1817 vom Preußischen Staat für die Berliner Universität angekauft und befindet sich heute im Museum für Naturkunde Berlin. Im Rahmen des Projekts soll versucht werden, eine Verknüpfung zwischen diesen Sammlungsobjekten und seinen zahlreichen Publikationen herzustellen.
Eine Verknüpfung von Klaprothschem Sammlungsobjekt und Publikation konnte bislang für 287 Objekte nachgewiesen werden. Beispielhaft werden diese Ergebnisse in der Buchpublikation "Uranentdeckung und Mineralanalysen - Die Sammlung Martin Heinrich Klaproth im Museum für Naturkunde Berlin" aufgeführt. Klaproths Originalproben zur Entdeckung neuer Elemente und Minerale, soweit noch vorhanden, werden hierbei vollzählig abgehandelt. Weitere von Klaproth untersuchte Minerale und Gesteine ergänzen diese Aufstellung. Für die beschriebenen Minerale und Gesteine werden in der Buchpublikation die dazugehörigen Geschichten erzählt, die analytischen Arbeiten Klaproths interpretiert und damit seine wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiet der Mineralanalytik aus heutiger Sicht bewertet.
Finanzierung
Freunde und Förderer des Museums für Naturkunde e. V.
Förderkreis der naturwissenschaftlichen Museen Berlins e. V.
Fachgruppe Mineralogie/Geologie am Museum für Naturkunde Berlin


