
EcoUnity: Naturschutz für Alle
01.01.2025
– 31.12.2026

„EcoUnity: Naturschutz für Alle“ untersucht, wie Menschen mit Migrationsgeschichte stärker für ehrenamtliches Engagement im Naturschutz gewonnen werden können. Ausgangspunkt ist, dass Menschen mit Migrationsgeschichte im Naturschutz bislang wenig vertreten sind, wodurch wichtige Perspektiven und Potenziale einer vielfältigen Gesellschaft oft unberücksichtigt bleiben.
Das Projekt fragt, welche Bedingungen den Zugang zu Naturschutzengagement erleichtern oder erschweren und wie Ansprache, Beteiligung und Begleitung gestaltet sein müssen, damit Naturschutz offener wird. Ziel ist es, Barrieren sichtbar zu machen, gemeinsam mit Menschen mit Migrationsgeschichte und zivilgesellschaftlichen Partner*innen neue Zugänge zu entwickeln und langfristig eine vielfältigere Engagementkultur im Naturschutz zu stärken.
EcoUnity verfolgt einen ko-kreativen Citizen-Science-Ansatz. Menschen mit Migrationsgeschichte haben Interviews in ihren Communities geführt. Sie haben nach den Hürden und Barrieren, sich im Naturschutz zu engagieren, gefragt. Ebenso wollten sie wissen, was ein Engagementangebot im Naturschutz zugänglicher und attraktiver machen würde. Anhand der Ergebnisse lassen sich Bedingungen beschreiben, die das persönliche Wohlbefinden stärken und Angebote für ein Engagement attraktiv machen.
In EcoUnity werden die gewonnenen Erkenntnisse in konkrete Engagementangebote übersetzt und gemeinsam mit Partner:innen aus dem Naturschutz sowie migrantischen Selbstorganisationen umgesetzt. In über zehn Aktionen wird geprüft, wie Beteiligungsangebote gestaltet sein müssen, damit sie niedrigschwellige Zugänge ermöglichen und an bestehende Interessen, Erfahrungen und Netzwerke anknüpfen. Die Erfahrungen aus diesen Formaten fließen in Empfehlungen für einladende Engagementangebote im Naturschutz ein.
Ein zentrales Ergebnis des Projekts sind praxisorientierte Handlungsempfehlungen für Naturschutzorganisationen. Sie bündeln die Erkenntnisse aus Forschung und praktischer Erprobung und zeigen auf, wie inklusive Beteiligung im Natur- und Umweltschutz gelingen kann.
Kooperationspartner
EcoUnity wird vom Museum für Naturkunde Berlin gemeinsam mit Praxispartner*innen aus dem Naturschutz und aus migrantischen Selbstorganisationen umgesetzt. Zu den Praxispartner*innen gehören der NABU Landesverband Berlin, die Stiftung Naturschutz Berlin, das Bergwaldprojekt e.V., die Berliner Landesarbeitsgemeinschaft Natur, Grün Berlin, Essbare Straße e.V., der Zukunftskiez Dammweg216 e.V., die Berliner Bürgerplattformen, interaktiv e.V. sowie moveGLOBAL e.V.
Zentrale Kooperationspartnerin ist Yeşil Çember – ökologisch interkulturell gGmbH, die das Projekt insbesondere bei der kultursensiblen Ansprache von Zielgruppen, beim Zugang zu Engagementkontexten und bei der Entwicklung, Umsetzung und Reflexion partizipativer Formate unterstützt. Das Projekt wird unterstützt von Dr. Nicola Moczek von PSY:PLAN.
Das Netzwerk umfasst darüber hinaus weitere assoziierte Partner:innen, die ergänzende Perspektiven, Netzwerke und Praxiserfahrungen aus Naturschutz, Stadtgesellschaft und Engagementpraxis einbringen.

















