Haus-Projekt

Future Plan - Specify 7

Mit der Einführung von Specify entsteht eine zentrale digitale Infrastruktur, die Sammlungsdaten des Museums standardisiert erfasst, langfristig sichert und für die Forschung zugänglich macht.

discourse.specifysoftware.org
Präparierte Hautflügler (Wespen) in Sammlungskästen mit Etiketten und QR-Codes, teilweise rot beleuchtet, im Museum für Naturkunde Berlin
Foto: Pablo Castagnola

Kurzbeschreibung 

Mit der Einführung von Specify baut das Museum eine zentrale, nachhaltige digitale Infrastruktur für seine wissenschaftlichen Sammlungen auf. Ziel ist es, Sammlungsdaten standardisiert zu erfassen, langfristig zu sichern, qualitätsgesichert zu integrieren und für Forschung, Verwaltung, Publikation und internationale Vernetzung nutzbar zu machen. Specify fungiert dabei nicht nur als Sammlungsdatenbank, sondern als zentrales Datenrepositorium innerhalb der digitalen Kataloginfrastruktur des Museums.

Hintergrund 

Die wissenschaftlichen Teilsammlungen des Museums umfassen geschätzte 30 Millionen Objekte aus unterschiedlichen Disziplinen. Historisch gewachsene Datenstrukturen, heterogene Erfassungspraktiken und verteilte Datenhaltung erschweren eine übergreifende Nutzung, Analyse und Veröffentlichung der Daten.

Mit Specify wird eine einheitliche Systemumgebung geschaffen, die: 

  • sammlungsübergreifende Standards etabliert 
  • Integrationsprozesse strukturiert Datenqualität systematisch prüft 
  • nachhaltige Datenarchivierung ermöglicht internationale Austauschformate unterstützt (z. B. Darwin Core) 

Specify ist eine international etablierte, sammlungsorientierte Datenbanklösung für naturkundliche Sammlungen (Specify Collections Consortium). Quelle: Specify Collections Consortium (2024): Specify 7 Documentation & Project Information – https://www.specifysoftware.org

Schwerpunkte der Initiative 

  1. Datenintegration und Migration Entwicklung standardisierter Integrations-Checklisten Aufbau von Importpipelines Strukturierte Datenbereinigung (Data Cleaning) Harmonisierung kontrollierter Vokabulare 
  2. Qualitätsmanagement Entwicklung von QA-Prozessen Definition sammlungsübergreifender Datenstandards Monitoring von Datenlücken und strukturellen Inkonsistenzen 
  3. Prozessentwicklung Etablierung klarer Rollen und Verantwortlichkeiten Entwicklung von Supportstrukturen Dokumentation von Workflows im Intranet 
  4. Schulung und Community-Building Interne Trainingsformate Workshops für Sammlungsmitarbeitende Internationale Vernetzung innerhalb der Specify-Community 

Strategische Bedeutung 

Specify ist ein zentraler Baustein der digitalen Transformation des Museums. Die Initiative schafft die Grundlage für: langfristige Sicherung wissenschaftlicher Sammlungsdaten bessere Auswertbarkeit und Forschungsfähigkeit transparente Datenprozesse internationale Sichtbarkeit und Kooperation Die Implementierung erfolgt in einem mehrstufigen Integrationsprojekt mit definierter Testphase (Teil 1) und anschließender hausweiter Etablierung standardisierter Prozesse (Teil 2).

Organisation

Die Initiative wird vom Specify-Team koordiniert und erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Sammlung, der IT sowie weiteren Querschnittsbereichen des Museums. 
 

Unser Kontext im Museum

Mitarbeitende digitalisiert Schnecken aus der Sammlung und erfasst Daten am Computer.
Forschungsbereich

Zukunft der Sammlung

Wir gestalten eine offene und vernetzte Sammlung, die durch innovative Ansätze im Daten- und Wissensmanagement neue Wege für Forschung und Wissenstransfer eröffnet.