Zwei Frauen befestigen Fotos und Notizzettel an einer Pinnwand, die mit roten Linien Themen wie Konsum, Recycling und Globalisierung miteinander verknüpft.
Foto: Thomas Rosenthal

Worum geht es in dem Projekt?

Gesellschaftliche Perspektiven auf Natur sichtbar machen

Das Projekt untersucht, wie Menschen Umweltveränderungen wahrnehmen, welche Beziehungen sie zur Natur haben und wie lokales Wissen über ökologische Zusammenhänge stärker gesellschaftlich und politisch wirksam werden kann. Ziel ist es, gesellschaftliche Erfahrungen, wissenschaftliche Sammlungspraxis und politische Prozesse stärker miteinander zu verbinden. 


Digitale Teilhabe und Citizen Science stärken

Über die deutsch-französische Plattform „Natur der Dinge“ können Bürger:innen eigene Beobachtungen, Erinnerungen und Perspektiven einbringen. So entsteht neues Wissen über Umweltveränderungen im Alltag.

  
Europäische Zusammenarbeit für das Anthropozän entwickeln

Gemeinsam mit Partnerinstitutionen in Deutschland, Frankreich und Europa entstehen neue Modelle für partizipative Sammlungen, digitale Wissensproduktion und gesellschaftlichen Dialog zu Klima- und Biodiversitätskrisen.

Das Projekt „Perspektiven im Wandel. Naturbeziehungen verstehen, gemeinsam handeln“ ist eine gemeinsame Initiative zwischen dem Museum für Naturkunde Berlin und dem Muséum national d’Histoire naturelle Paris. Das Projekt läuft von 2026 bis 2028 und wird durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert.  

Es baut auf der deutsch-französischen Infrastruktur „Natur der Dinge“ auf. Die digitale Sammlungsplattform wurde in einem Citizen Science Ansatz gemeinsam mit Fokusgruppen in Deutschland und Frankreich entwickelt.
 

Was soll erreicht werden? 

Das Projekt entwickelt neue Wege, wie Wissenschaft, Gesellschaft und Politik gemeinsam Wissen über Umweltveränderungen erarbeiten können. Im Mittelpunkt steht der Aufbau einer europäischen, skalierbaren Infrastruktur für partizipative Sammlungen im Anthropozän. 

Ziele:
  • Neue Bildungsangebote und Open Educational Resources (OER) entwickeln, adaptierbar an unterschiedliche kulturelle Kontexte  
  • Lokales Wissen, Emotionen und gesellschaftliche Vorstellungen zu Umweltveränderungen in die naturkundliche Sammlungspraxis integrieren
  • Digitale Standards für partizipative Forschungsdaten reflektieren
  • Barrieren in der partizipativen Praxis abbauen und digitale Teilhabe auch für marginalisierte Perspektiven ermöglichen
  • Leitlinien für den verantwortungsvollen Einsatz von KI in Citizen Science entwickeln
  • Museen, Bildungseinrichtungen und Forschungseinrichtungen europaweit über eine Sammlung des Anthropozäns zusammenbringen
  • Neue Formen des Dialogs zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft fördern


Bisherige Ergebnisse:

  • „Natur der Dinge“ – deutsch-französische, interaktive Sammlungsplattform 

Seit 2020 wurde gemeinsam mit dem Muséum national d’Histoire naturelle in Paris die digitale Plattform „Natur der Dinge / Histoires de Nature“ aufgebaut. Dort sammeln Teilnehmende persönliche Erfahrungen und Beobachtungen zu Umweltveränderungen. Informationen zur gemeinsamen Initiative zwischen dem Museum für Naturkunde Berlin und dem Muséum national d’Histoire naturelle Paris finden Sie hier.

Wie kann man sich engagieren?  

Teile deine Perspektive und entscheide mit, welche Objekte in einer Sammlung zur Mensch-Natur-Beziehung nicht fehlen sollten. 

  1. Erstelle einen Account auf der Plattform Natur der Dinge  
  2. Lade ein Foto oder Video hoch und erzähle uns deine Geschichte! 
  3. Reagiere auf andere Beiträge, indem du Schlagwörter ergänzt und Kommentare verfasst. 

Kooperationspartner

Muséum national d’Histoire naturelle (Paris)

Das Naturkundemuseum in Paris ist zentraler Partner des Projekts. Gemeinsam werden digitale Infrastrukturen, Bildungsangebote und europäische Austauschformate entwickelt. 

Unser Kontext im Museum

Zwei Frauen befestigen Fotos und Notizzettel an einer Pinnwand, die mit roten Linien Themen wie Konsum, Recycling und Globalisierung miteinander verknüpft.
Abteilung

Public Science

Beteiligung, Wissensinfrastrukturen und Science-Policy

Forschungsbereich

Gesellschaft und Natur

Wir untersuchen, wie Wissen über Natur entsteht, wie es gesellschaftlich genutzt wird und wie Wissenschaft und Gesellschaft gemeinsam Lösungen für ökologische Herausforderungen entwickeln.