Public Engagement Trainingsportfolio

Der Einbezug der Gesellschaft wird zu einem immer wichtigeren Aspekt der Forschung. Doch vielen Forschenden fehlt es an einer strukturierten Weiterbildung in der Konzeption, Umsetzung und Evaluierung wirksamer Maßnahmen im Public Engagement. Das Trainingsportfolio bietet ein evidenzbasiertes, praktisches Programm das Forschenden aller Disziplinen, Karrierestufen und Institutionen dabei hilft, Public Engagement sinnvoll in ihre Arbeit zu integrieren. Es befasst sich mit der Herausforderung, eine Brücke zwischen akademischer Forschung und gesellschaftlicher Wirkung zu schlagen und gleichzeitig Fähigkeiten, Selbstvertrauen und Reflexion in der Praxis des Public Engagements zu fördern.
Das Programm zielt darauf ab, Kapazitäten und Kompetenzen im Bereich des Public Engagement aufzubauen. Es unterstützt Forschende dabei, die Prinzipien des Public Engagement zu verstehen, hochwertige Interaktionen zu gestalten, Auswirkungen zu evaluieren und kreative Formate anzuwenden. Darüber hinaus soll mit der Arbeit mit Partnereinrichtungen die institutionelle Kultur des Public Engagement gestärkt werden, und gegenseitiges Lernen sowie der Aufbau von Gemeinschaften gefördert werden.
Die Teilnehmenden erwerben praktische Fähigkeiten in den Bereichen Dialog, Evaluation und interaktives Engagement. Sie entwickeln maßgeschneiderte Engagement-Pläne und beschäftigen sich mit optionalen Vertiefungsthemen wie Gerechtigkeit, Vielfalt und Inklusion, Storytelling oder Impactplanung. Darüber hinaus unterstützt das Programm die Schaffung lokaler Strukturen innerhalb der Partnerinstitutionen. Die Arbeit wird von einer kontinuierlichen Evaluation und Forschung begleitet, die Erkenntnisse über wirksame Engagement-Praktiken und -Methoden für den gesamten Sektor liefert.
Das Portfolio läuft jedes Jahr von Oktober bis Juni online und umfasst drei thematische Module: Bausteine, Evaluationspraxis sowie kreative Fähigkeiten und Formate. Diese Module werden durch eine Kombination aus Workshops, Fallstudien, Gruppenreflexion und Peer-Learning vermittelt. Optionale Masterclasses und Vertiefungen ermöglichen individuelle Lernwege. Die Sessions sind interaktiv, interdisziplinär und darauf ausgelegt, neben dem theoretischen Verständnis auch die praktische Umsetzung zu fördern.
In den letzten fünf Jahren hat das Programm durch die Arbeit mit 18 Partnerinstitutionen, 289 Forschende aus verschiedenen Disziplinen und Karrierestufen geschult und insgesamt 2068 Stunden berufliche Weiterbildung angeboten. Die Teilnehmenden berichten von einem gestiegenen Selbstvertrauen im Umgang mit der Gesellschaft, verbesserten praktischen Fähigkeiten und einer größeren Kompetenz bei der Konzeption wirkungsvoller Engagement-Aktivitäten. Nach der Teilnahme an einer erforderliche Anzahl von Sessions und der Einreichung einer Reflexion über ihre Lernerfahrung erhalten sie ein Zertifikat. Die Partnerinstitutionen profitieren vom Zugang zu strategischer Beratung, Gemeinschaftsbildung und zusätzlichen Aktivitäten der Berlin School, um die Einbettung des Public Engagement in ihre Forschungsstrukturen zu unterstützen.
Kooperationspartner
Das Trainingsportfolio wird durch Partnerschaften mit deutschen akademischen Einrichtungen umgesetzt, um das lokale Engagement und die Unterstützungsstrukturen zu fördern. Zu den Partnereinrichtungen gehören Universitäten, Forschungscluster, Exzellenzzentren und Forschungsmuseen.
Teilnehmende Einrichtungen für 2025-2026: Berlin Institute of Health / QUEST Center for Responsible Research, Deutsches Archäologisches Institut, Eberhard Karls Universität Tübingen, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Hermann von Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik (Humboldt Universität zu Berlin), Inherit: heritage in transformation, Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen, Max Born Institut, NeuroCure / Einstein Centre for Neurosciences Berlin, Universität Greifswald, Zukunft finder Stadt
Frühere Partner: Berlin University Alliance, Constructor University Bremen, DIPF - Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, Einstein Centre for Early Disease Interception, Humboldt Universität zu Berlin, Senckenberg Ocean Species Alliance, UniSysCat