

Sammlung
Unsere Forschungssammlung ist zentrale Infrastruktur für Evolutions- und Biodiversitätsforschung und weitere wissenschaftliche Fragestellungen.
Überblick
Die Forschungssammlung bildet die zentrale Infrastruktur des Museums für Naturkunde Berlin. Mit über 30 Millionen Objekten ist sie die größte naturkundliche Sammlung Deutschlands. Ihre Bestände dokumentieren 4,5 Milliarden Jahre Erd- und Lebensgeschichte – vom Ursprung des Sonnensystems bis heute. Zahlreiche Typusexemplare dienen als Referenzen für Erstbeschreibungen von Arten.
Seit dem frühen 18. Jahrhundert tragen Einzelpersonen und Netzwerke wie auch Expeditionen und Forschungsreisen zur Erweiterung der Sammlung bei. Entsprechend ergänzen Archiv- und Bibliotheksbestände die Sammlung und ermöglichen Forschung zur Wissenschafts- und Sammlungsgeschichte sowie zur Provenienz und zu historischen Erwerbungskontexten.
Im Rahmen unserer Museums-Evolution erschließen wir die Bestände physisch und digital. Vernetzte Sammlungsdaten verbinden Objekte, Medien und Metadaten und machen sie für Biodiversitäts-, Evolutions-, Erdsystem-, Wissenschafts- und Provenienzforschung nutzbar. Die Infrastruktur steht Natur-, Kunst- und Geisteswissenschaften ebenso offen wie Citizen Science und interdisziplinären Kooperationen.
Zugang
Die Forschungssammlung steht Forschenden und Kooperationspartner:innen im Rahmen unserer Nutzungsvoraussetzungen offen. In den einzelnen Sammlungsbereichen ermöglichen Arbeitsplätze die direkte Arbeit am Objekt und an historischen Quellen. Bitte wenden Sie sich dafür an die jeweiligen Kontaktpersonen.
Anfragen zu konkreten Objekten und Beständen erfolgen direkt über die zuständigen Teilsammlungen. Die Sammlungsmitarbeiter:innen prüfen zunächst, ob die angefragten Objekte vorhanden und bearbeitbar sind.
Sammlungsumzüge
Im Zuge der Museums-Evolution verlagern wir Bestände – unter anderem nach Berlin-Adlershof, wo ein Sammlungs- und Forschungszentrum als zweiter Standort des Museums entsteht.
Die Umzüge verbinden wir mit der systematischen Sammlungserschließung: Wir prüfen jedes Objekt konservatorisch und erfassen es digital. So entstehen vernetzte, langfristig gesicherte Sammlungsdaten. Perspektivisch macht ein öffentliches Datenportal freigegebene Informationen ortsunabhängig recherchierbar.
Einzelne Teilsammlungen sind vor diesem Hintergrund temporär eingeschränkt.
Derzeit nicht oder eingeschränkt zugänglich
Archiv
Bild- und Objektbestände, Konvolute, Nachlässe, Verwaltungsschriftgut (bis voraussichtlich Q4/2027)
Bibliothek
Bestände aus den Teilbibliotheken Ornithologie, Coleoptera, Pisces sowie anteilig aus der Mineralogischen und Paläontologischen Bibliothek
Entomologie
Coleoptera und Strepsiptera, Hemimetabola
Mineralogie
Mineralien, Petrographisch-lagerkundstättliche Sammlung (bis voraussichtlich Juli 2029)







