

Archiv
Das Archiv bewahrt Geschichte von Museum und Naturkunde. Mit seinen einzigartigen Dokumenten, Bildern und Objekten bietet es zentrale Quellen für Forschung, Provenienzfragen und Wissenschaftsgeschichte.
Überblick
Das Archiv des Museums für Naturkunde dokumentiert sammlungsübergreifend die Geschichte des Hauses und fungiert zugleich als Spezialarchiv für naturwissenschaftliche Forschungs- und Sammlungstätigkeiten. Mit seinen Beständen zählt es zu den weltweit bedeutendsten Archiven zur Geschichte der Naturwissenschaften mit Schwerpunkten in Zoologie, Geologie und Paläontologie.
Der Archivbestand umfasst Originalbriefe, Feldbücher und Korrespondenzen bedeutender Forscherpersönlichkeiten – darunter Alexander von Humboldt –, unveröffentlichte Manuskripte, Expeditionsberichte, historische Fotografien sowie Institutsakten, die bis ins frühe 19. Jahrhundert zurückreichen. Insgesamt bewahrt das Archiv auf rund 900 laufenden Metern mehr als 90.000 Akten und etwa 20.000 Bilder aus über 200 Jahren Museums- und Wissenschaftsgeschichte.
Darüber hinaus bewahrt das Archiv eine Vielzahl an Objekten, die der Wissensvermittlung, Repräsentation oder Erkenntnisgewinnung dienten oder dienen. Dazu zählen wissenschaftliche Modelle, Messinstrumente, Büsten, Plastiken und Reliefs, Gemälde und Wandtafeln, Münzen, Medaillen, Plaketten sowie Ausstellungsobjekte und -modelle.
Zu den zentralen Aufgaben des Archivs gehört es, Bestände, Nachlässe und Objektsammlungen nach archivfachlichen Standards zu sichern, zu erschließen und der wissenschaftlichen Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Als öffentliches Archiv des Landes Berlin arbeitet es auf Grundlage des Berliner Archivgesetzes.
Kontakt
Mandy Ullmann
Archivmanagement
E-Mail: mandy.ullmann@mfn.berlin
Telefon: 030 889140-8519
Zugang
So können Sie unser Archiv nutzen
Vor einem Besuch empfehlen wir, sich zunächst über die unten verlinkten Hauptgruppen des Archivs einen Überblick zu verschaffen. Dort finden Sie einen ersten Überblick über Inhalte, Schwerpunkte und Umfang der jeweiligen Bestände.
Wenn Sie unsicher sind, welche Bestandsgruppe für Ihr Anliegen relevant ist oder ob wir Material zu Ihrem Forschungsvorhaben bereithalten, kontaktieren Sie uns gern per E-Mail: archiv@mfn.berlin
Ein Archivbesuch ist ausschließlich nach vorheriger Terminvereinbarung per E-Mail möglich. Unsere Mitarbeitenden unterstützen Sie bei Ihrem Besuch, stellen die angefragten Materialien bereit und erläutern den sachgerechten Umgang mit den Dokumenten. Die Bestände sind Präsenzbestände und können ausschließlich vor Ort eingesehen werden.
Auskunftsanfragen nehmen wir gerne per E-Mail entgegen. Bitte beachten Sie, dass die Bearbeitung von Anfragen bis zu 14 Tage in Anspruch nehmen kann.
Zur Vorbereitung Ihres Besuchs können Sie den verlinkten Nutzungsantrag bereits im Vorfeld ausfüllen.
Aktuell eingeschränkte Nutzung
Im Rahmen der Museums-Evolution führen wir umfangreiche Baumaßnahmen durch. In diesem Zusammenhang verlagern wir das Archiv mit seinen Beständen in sanierte Bereiche und an neue Standorte. Zur Sicherung und Vorbereitung des Transports sind die Archivbestände derzeit nur eingeschränkt verfügbar.
In den folgenden Zeiträumen sind einzelne Bestandsgruppen vorübergehend nicht zugänglich:
- Bildsammlung (B) und Objektsammlung (OS) – bis voraussichtlich 4. Quartal 2027
- Nachlässe (N) – ab 1. Mai 2026 bis voraussichtlich 4. Quartal 2027
- Verwaltungsschriftgut (S) – ab 1. Juli 2026 bis voraussichtlich 4. Quartal 2027
Während dieser Zeit sind Archivbesuche, die Nutzung der betroffenen Bestände sowie Ausleihen nicht möglich. Anfragen zu diesen Bestandsgruppen können wir leider nicht bearbeiten.
Nach Abschluss der Umzugs- und Baumaßnahmen werden die Archivbestände besser zugänglich sein. Sobald die Nutzung wieder möglich ist, informieren wir darüber auf unserer Webseite. Wir bitten Sie, bis dahin von Anfragen abzusehen, danken für Ihr Verständnis und bedauern die entstehenden Unannehmlichkeiten.
Geschichte
Eng mit der Entwicklung der Forschungssammlungen des Museums und seiner Vorgängereinrichtungen verbunden, dokumentieren die Bestände die institutionelle und wissenschaftliche Entwicklung seit dem frühen 19. Jahrhundert.
Korrespondenzen, Verwaltungsunterlagen, Objektlisten und Kataloge sowie Expeditionsberichte und -tagebücher zeigen, wie Forschung organisiert, Wissen gesammelt und verbreitet wurde. Ergänzt werden diese durch wissenschaftliche Nachlässe, Lehrmaterialien, Karten, Zeichnungen, Fotografien und historische Porträts.
Forschung
Die Archivbestände eröffnen neue Perspektiven auf die Entwicklung der Naturwissenschaften. Originale Feldnotizen, wissenschaftliche Korrespondenzen und detaillierte Expeditionsberichte machen Forschungsprozesse, Netzwerke und Erkenntniswege nachvollziehbar.
In vielen Fällen liefern die Unterlagen den einzigen Nachweis zur Provenienz naturwissenschaftlicher Objekte und bilden damit eine wichtige Grundlage für aktuelle Biodiversitätsforschung. Zugleich besitzen sie hohen kultur- und wissenschaftshistorischen Wert und tragen dazu bei, die Geschichte des Museums – von seinen frühen Vorgängereinrichtungen bis in die Gegenwart – zu erschließen.



