Dr. Christian Neumann
Wissenschaftler:in

Teilsammlung
Fossile Wirbellose aus allen Erdzeitaltern – von Trilobiten und Ammoniten bis zu Bernsteininklusen mit außergewöhnlicher Erhaltung und international bedeutendem Typusmaterial
Die Teilsammlung vereint mehrere historische Bestände und umfasst fossile Überreste zahlreicher wirbelloser Tiergruppen aus allen Erdzeitaltern. Dazu gehören unter anderem Bivalvia (Muscheln), Gastropoda (Schnecken), Brachiopoda (Armfüßer), Porifera (Schwämme), Echinodermata (Stachelhäuter), Arthropoda (Gliederfüßer) sowie Cephalopoda (Kopffüßer) und fossile Korallen.
Die Bestände umfassen unter anderem:
Die Teilsammlung enthält bedeutendes Typusmaterial, Abbildungsoriginale sowie außergewöhnlich erhaltene Fossilien. Dazu zählen insbesondere dreidimensional erhaltene Einschlüsse in Bernstein sowie umfangreiche regionale und stratigraphische Vergleichssammlungen.
Geografische Schwerpunkte liegen in Europa, insbesondere Deutschland, sowie in Afrika, Südamerika und weiteren Regionen weltweit.
Die Bestände sind unterschiedlich weit digital erschlossen. Große Teile der Teilsammlung sind in internen Datenbanken erfasst, darunter Typusmaterial sowie ausgewählte Objektgruppen.
Für einzelne Teilbestände liegen umfassendere digitale Daten vor, etwa:
Digitale Daten können auf Anfrage bereitgestellt werden. Die Bearbeitung der Objekte erfolgt vor Ort.
Wissenschaftler:in
Sammlungsmanagement
Sammlungsmanagement
Die Teilsammlung geht auf umfangreiche Sammlungsaktivitäten des 19. Jahrhunderts zurück. Bedeutende Beiträge leisteten unter anderem Leopold von Buch (1774–1853), Ernst Friedrich von Schlotheim (1764–1832), Heinrich Ernst Beyrich (1815–1896) und Friedrich August Quenstedt (1809–1889).
Ein zentraler Bestandteil ist die Bernsteinsammlung des Danziger Arztes Carl Georg Berendt (1790–1850), die die frühe Bernsteinforschung maßgeblich prägte.
Die Teilsammlung wurden durch zahlreiche regionale und stratigraphische Bestände erweitert, darunter:
Ein Teil dieser Bestände entstand im Kontext historischer Forschungsreisen und Expeditionen und damit in kolonialen Strukturen. Diese Entstehungskontexte werden heute im Rahmen der Provenienzforschung untersucht.
Die Teilsammlung bildet eine zentrale Grundlage für die Erforschung der Evolution und Diversität wirbelloser Organismen über geologische Zeiträume hinweg.
Die Bestände ermöglichen Studien zu:
Bernsteininklusen liefern einzigartige Einblicke in vergangene Ökosysteme und erlauben detaillierte Untersuchungen zu Morphologie, Verhalten und Umweltbedingungen fossiler Organismen.
Die Teilsammlung dient zudem als Referenz für taxonomische Arbeiten, insbesondere durch ihren hohen Anteil an Typusexemplaren.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Provenienzforschung. Sie untersucht die Herkunft und Erwerbskontexte der Objekte und trägt zur transparenten Einordnung historischer Sammlungsbestände bei, insbesondere im Hinblick auf koloniale Zusammenhänge.