Blick hinauf in eines der historischen Treppenhäuser im Museum für Naturkunde Berlin

Geschichte

Das Museum für Naturkunde Berlin gehört zu den weltweit führenden Forschungsmuseen und ist zugleich ein lebendiger Ort mitten in Berlin. Seine Entwicklung ist geprägt von wissenschaftlichem und gesellschaftlichem Wandel – und wird heute selbst erforscht.

Sammlung und Museum im Wandel

Die Geschichte unserer Forschungssammlung reicht bis in die Anfänge des Sonnensystems zurück: Einige Meteorite sind mehr als 4,5 Milliarden Jahre alt. Zugleich erweitern neue Funde – wie Fragmente des 2024 niedergegangenen Ribbeck-Meteoriten – die Sammlung bis in die Gegenwart.

Die Ursprünge des Museums liegen unter anderem in der Berliner Kunstkammer und den ersten naturkundlichen Universitätssammlungen. Mit der Eröffnung des heutigen Museumsgebäudes im Jahr 1889 erhielt die Sammlung erstmals einen eigenen Ort. Seitdem haben sich Sammlung, Forschung und Museum immer wieder verändert – durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse, politische Umbrüche, Kriegsschäden und Wiederaufbau. Diese Entwicklungen sind heute selbst Gegenstand der Forschung.

Wandel als Konstante – und die Museums-Evolution heute

Das Museum war nie statisch. Es hat sich kontinuierlich an neue Anforderungen angepasst – in Wissenschaft, Gesellschaft und Stadt. An diese Entwicklung knüpft die Museums-Evolution an: die Umsetzung des Zukunftsplans, mit der wir das Museum grundlegend weiterentwickeln.

Die Sanierung und Erweiterung des denkmalgeschützten Gebäudes und der Aufbau eines modernen Sammlungs- und Forschungszentrums in Berlin-Adlershof schaffen die Voraussetzungen dafür. Ziel ist es, das Museum als offenen, vernetzten Ort für Forschung und Gesellschaft weiterzuentwickeln.

Unsere Geschichte zeigt, wie sich Sammeln, Forschen und Vermitteln über mehr als zwei Jahrhunderte verändert haben. Dieser Prozess setzt sich fort. Die Museums-Evolution macht ihn sichtbar und eröffnet neue Möglichkeiten, ihn gemeinsam zu gestalten.