Visualisierung des Museum für Naturkunde Berlin nach der Umgestaltung: Das historische Gebäude an der Invalidenstraße mit neu gestaltetem Vorplatz, Grünflächen, Bäumen und Menschen.

Zukunftsplan

Museums-Evolution
Die Entwicklung des Museums ins 21. Jahrhundert

Ausgangslage

Die Vielfalt des Lebens und unsere Verantwortung

Die Erde trägt eine beeindruckende Fülle an Leben. Seit Milliarden von Jahren entwickeln sich unzählige Arten, Ökosysteme und Wechselwirkungen, die unser Leben als Menschen ermöglichen – vom sauberen Wasser bis zur Luft, die wir atmen. Wir alle tragen Verantwortung dafür, ob dieses Zusammenspiel weiter bestehen kann.

Doch die Welt steht derzeit vor einer Vielzahl von Krisen. Dazu zählen das sich beschleunigende Artensterben, die Klimakrise und ein schwindendes Vertrauen in die Demokratie.

Die Rolle des Museums für Naturkunde Berlin

Das Museum für Naturkunde Berlin ist inhaltlich und wissenschaftlich hervorragend aufgestellt, um einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung dieser drei Krisen zu leisten. Lange fehlten jedoch die Mittel, um das Museum in die Lage zu versetzen, dieses Potenzial bestmöglich zu entfalten. Konkret fehlten die finanziellen Voraussetzungen, um

  • das stark in die Jahre gekommene Gebäude zu sanieren und zu modernisieren und damit zeitgemäße Bedingungen für das Arbeiten, die zukunftssichere Unterbringung der Sammlung und den Wissenstransfer zu schaffen;
  • die Sammlung zukunftsweisend zu erschließen, langfristig zu sichern und ihr volles Potenzial auszuschöpfen;
  • die teilweise Jahrzehnte alten Ausstellungen durch neue und neuartige Formate zu ersetzen sowie neue Formen der Wissensvermittlung und des Dialogs mit der Gesellschaft zu entwickeln und einzuführen.

Der Zukunftsplan als Drehbuch der Museums-Evolution

In den 2010er-Jahren entwickelte das Museum deshalb einen hoch ambitionierten Plan: den Zukunftsplan. Im Jahr 2018 gelang es, dafür Mittel des Bundestages und des Landes Berlin einzuwerben. Auf dieser Grundlage konnte das Museum – mit dem Zukunftsplan als inhaltlichem und finanziellem Drehbuch – die Arbeiten an seiner Zukunft aufnehmen. Diesen Prozess bezeichnen wir als Museums-Evolution.

Transformationsfelder

Seitdem arbeitet das Museum mit Hochdruck an

  • der baulichen Weiterentwicklung des Museumsgebäudes sowie der Errichtung eines Sammlungs- und Forschungszentrums in Adlershof (Teilprojekt Bau),
  • der Erschließung und Öffnung der wissenschaftlichen Sammlung mit mehr als 30 Millionen Sammlungsobjekten (Teilprojekt Sammlungserschließung),
  • der Entwicklung neuer Formen der Wissensvermittlung sowie des Austauschs und der Zusammenarbeit mit der Gesellschaft (Teilprojekt Wissenstransfer).

Transformationsfelder

Teilprojekte im Zukunftsplan

Baumaschine in einem Innenhof des Museum für Naturkunde Berlin während Bauarbeiten.
Teilprojekt im Zukunftsplan

Bau

Bauliche Weiterentwicklung

Besuchende betrachten präparierte Großtrappen in einer als Ausstellungsvitrine inszenierten Umzugskiste im Museum für Naturkunde Berlin.
Teilprojekt im Zukunftsplan

Wissenstransfer

Forschung, Sammlung und Gesellschaft verbinden

Vision und Umsetzung

Das Naturkundemuseum des 21. Jahrhunderts

Die Ambition des Museums für Naturkunde Berlin ist dabei klar formuliert: Wir wollen zum Vorbild für das Naturkundemuseum des 21. Jahrhunderts werden. Das Museum will einen Beitrag zum Erhalt der Natur und damit zur Zukunft der Menschheit leisten. Zum Schutz der Demokratie tragen wir bei, indem wir vermitteln, wie Wissenschaft arbeitet und zu ihren Erkenntnissen gelangt.

Wer versteht, wie Wissenschaft funktioniert, kann ihre Ergebnisse besser einordnen. Das stärkt die Bereitschaft, wissenschaftlichen Empfehlungen zu folgen und Maßnahmen zu unterstützen, die unsere lebende Umwelt und das Klima schützen – zu unser aller Wohl. Zugleich lassen sich einfache, zukunftsblinde politische Lösungen als solche erkennen.

Nächste Meilensteine

Nächste Meilensteine

Bau

Baubeginn des neuen Sammlungs- und Forschungszentrums in Adlershof

Sammlungserschließung

Launch eines Datenportals als zentraler digitaler Zugang zur Forschungssammlung

Wissenstransfer

Aufnahme zwei weiterer partizipativ bespielter Säle ins Museumsprogramm