

Zweitstandort Berlin-Adlershof
Das neue Sammlungs- und Forschungsgebäude wird das Rückgrat des Museums für Naturkunde Berlin. In Berlin-Adlershof entstehen moderne Räume für Forschung und Sammlung – als Grundlage für das Museum der Zukunft.
Mit dem neuen Standort in Berlin-Adlershof setzen wir einen zentralen Baustein unseres Zukunftsplans um. Das entstehende Sammlungs- und Forschungsgebäude ist als Zukunftslabor ist Teil unserer Museums-Evolution, der umfassenden Weiterentwicklung des Museums für Naturkunde Berlin. Sie schafft die Grundlage dafür, Forschung, Sammlung und den Dialog mit der Gesellschaft langfristig zu stärken.
Ein zweiter Standort für Forschung und Sammlung
Der neue Standort wird zentrale Sammlungs- und Forschungsbereiche des Museums beherbergen. Moderne Depots, spezialisierte Labore und zeitgemäße Arbeitsflächen bieten ideale Bedingungen für die Bewahrung und Erforschung von etwa der Hälfte unserer 30 Millionen Objekte. Gleichzeitig entstehen neue Möglichkeiten für Digitalisierung, innovative Analysemethoden und interdisziplinäre Zusammenarbeit.
Als Teil eines der führenden Wissenschafts- und Technologieparks Europas profitiert Adlershof von einem einzigartigen Umfeld aus Universitäten, Forschungseinrichtungen, Hightech-Unternehmen und Start-ups. Die räumliche Nähe fördert Kooperationen und stärkt die Rolle des Museums als international vernetzte Forschungsinstitution.
Bau
Nachhaltigkeit als Leitprinzip
Der Neubau wird von Beginn an nach nachhaltigen Prinzipien umgesetzt. Zum Einsatz kommt unter anderem Recyclingbeton aus aufbereitetem Altbeton, der CO₂ dauerhaft im Material bindet. Ergänzt wird das Konzept durch Geothermie, Photovoltaik, energieeffiziente Gebäudetechnik, ressourcenschonende Materialien und die Nutzung von Regenwasser. Ein reduziertes Lüftungskonzept für Sammlung und Labore trägt zusätzlich dazu bei, den Energiebedarf im Betrieb zu senken.
Damit setzt das Museum einen Anspruch um, der weit über die Forschung hinausgeht: Als Institution, die sich mit Biodiversität, Klima und den Veränderungen unseres Planeten beschäftigt, möchten wir Verantwortung auch im eigenen Handeln sichtbar machen.
Architektur im Dialog mit der Natur
Die Gestaltung des Gebäudes verbindet Funktionalität mit einem klaren Bezug zur Natur. Fassaden aus Holz, Stahl und Profilglas werden durch eine Begrünung ergänzt und machen Nachhaltigkeit bereits von außen sichtbar. Eine extensive Dachbegrünung verstärkt den kühlenden Puffer der Außenhaut und schafft weitere Biodiversität am Standort. Die Architektur unterstützt die Anforderungen von Forschung und Sammlungsarbeit und integriert zugleich natürliche Elemente in das tägliche Arbeitsumfeld.
Auch die Außenanlagen folgen einem ökologischen Gesamtkonzept. Heimische Gehölze, Blühpflanzen, begrünte Fassaden und naturnahe Freiflächen bieten Nahrung und Lebensräume für Tiere und Pflanzen über die Jahreszeiten hinweg. Fahrradinfrastruktur, wassersensible Gestaltung und vielfältige Aufenthaltsbereiche ergänzen das Konzept.
Ins Naturkundemuseums des 21. Jahrhunderts
Unsere Museums-Evolution umfasst künftig zwei Standorte mit unterschiedlichen Aufgaben. Das historische Gebäude in der Invalidenstraße bleibt das Gesicht des Museums – offen für Öffentlichkeit, Begegnung und Vermittlung. Das Zukunftslabor in Adlershof wird das Rückgrat des Museums – ein Ort für Forschung, Sammlungserhalt und nachhaltige Infrastruktur.
Gemeinsam stärken beide Standorte die Zukunftsfähigkeit des Museums für Naturkunde Berlin. So verbinden wir unsere historische Identität mit moderner Infrastruktur und schaffen Raum für Wissenschaft, Austausch und Innovation.


