
Girls’Day
Einblicke in Wissenschaft, Technik und berufliche Perspektiven: Rund 60 Mädchen und junge Frauen hatten am diesjährigen Girls’Day die Gelegenheit, am Museum für Naturkunde Berlin vielfältige Berufsfelder und Ausbildungswege kennenzulernen.
Rund 60 Mädchen und junge Frauen hatten am diesjährigen Girls’Day die Gelegenheit, am Museum für Naturkunde Berlin vielfältige Berufsfelder und Ausbildungswege kennenzulernen. Bei geführten Touren durch wissenschaftliche Labore, Sammlungen, Werkstätten und Ausstellungen trafen die Teilnehmerinnen auf Mitarbeiterinnen aus Forschung, Sammlungsmanagement und Wissenschaftskommunikation. Im direkten Austausch erhielten sie Einblicke in unterschiedliche Berufsbiografien und Karrierewege.
Ein besonderer Fokus der Veranstaltung lag auf Berufsfeldern im Bereich Digitalisierung und Künstliche Intelligenz sowie auf Tätigkeiten, in denen Frauen bislang unterrepräsentiert sind. Ziel war es, Interesse zu wecken und Perspektiven in naturwissenschaftlich-technischen Berufen aufzuzeigen.
Ein Höhepunkt des Tages war der Besuch von Bundesministerin Karin Prien. Sie begrüßte die Teilnehmerinnen persönlich und begleitete anschließend eine Gruppe von Schülerinnen bei einer Führung durch das CT-Labor des Museums. Dort wurden moderne Scanverfahren an Präparaten sowie die Digitalisierung von Forschungsobjekten demonstriert. Die vorgestellte CT-Technologie verdeutlichte exemplarisch die enge Verknüpfung von Digitalisierung und moderner naturwissenschaftlicher Forschung: Sie machte verborgene Strukturen sichtbar, wandelte physische Objekte in digitale Daten um und bildete damit die Grundlage für weiterführende KI-Analysen, modellbasierte Forschung und internationalen Wissensaustausch.
Im Rahmen der Veranstaltung betonte Johannes Vogel, Generaldirektor des Museums für Naturkunde Berlin:
"Uns ist es besonders wichtig, jungen Menschen – und hier ganz besonders jungen Frauen – in ihrem Interesse und Engagement für Natur zu stärken und sie auf ihrem beruflichen Weg zu begleiten. Als Forschungsmuseum der Leibniz-Gemeinschaft sehen wir es als unsere Verantwortung, frühzeitig Einblicke in wissenschaftliche Praxis zu ermöglichen, Begeisterung für Naturwissenschaften zu wecken und vielfältige Perspektiven aufzuzeigen. Gerade in Zukunftsfeldern wie Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz brauchen wir mehr Diversität, neue Ideen und unterschiedliche Blickwinkel, um die großen Herausforderungen unserer Zeit gemeinsam zu bewältigen.“
Als international bedeutendes Forschungsmuseum zählt das Museum für Naturkunde Berlin mit seinen vielfältigen Bildungs- und Veranstaltungsformaten zu den zentralen Institutionen der außerschulischen Bildung in Berlin. Das Angebot reicht von Naturwissenschaften über Natur- und Umweltbildung bis hin zum lebenslangen Lernen. Viele dieser Formate finden auch außerhalb des Museums statt, etwa in der Berliner Stadtnatur, in Kitas und Schulen.
Neben dem jährlichen Girls’Day bot das Museum jungen Menschen zahlreiche weitere Möglichkeiten zur Berufsorientierung, darunter Schülerpraktika, Arbeitsgemeinschaften zu naturwissenschaftlichen Ausbildungsberufen sowie die Teilnahme an einem Freiwilligen Ökologischen Jahr in den wissenschaftlichen Sammlungen oder im Bildungsbereich.

Foto: Marc Beckmann

Foto: Marc Beckmann

Foto: Marc Beckmann