Wasserforum – ein Austauschformat zu Berlins Wasserzukunft

Bürger:innen, Wissenschaft und Politik diskutieren beim Wasserforum am 3. September im Museum für Naturkunde Berlin

Die Klimakrise und die Folgen für den Wasserhauhalt aufgrund des Strukturwandels in der Lausitz stellen die Wasserversorgung in Berlin und Brandenburg vor historische Herausforderungen. Zukünftig wird der Spree voraussichtlich mindestens die Hälfte ihres Wassers fehlen, während gleichzeitig Extremwetter wie Starkregen zunehmen. Wie die Region diesen Wandel bewältigen kann, entscheidet sich auch mit den Stimmen der Bürgerinnen und Bürger. Das Projekt Wasserzukunft. Stimmen aus Berlin und Brandenburg des Museums für Naturkunde Berlin setzt genau hier an und lädt zum Wasserforum ein, unterstützt durch die enge Kooperation mit der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt.

Bürger:innen sind beim Wasserforum eingeladen, in den direkten Dialog mit Entscheidungsträger:innen aus Politik, Verwaltung und Forschung zu treten. Das Wasserforum verbindet Zivilgesellschaft und Politik und bildet den vorläufigen Höhepunkt eines mehrstufigen Beteiligungsprozesses:

  • Wann: Donnerstag, 03.09.2026 | 17:00 – 20:00 Uhr (Einlass ab 16:45 Uhr)
  • Wo: Museum für Naturkunde Berlin, Invalidenstr. 43, 10115 Berlin (Veranstaltungssaal)
  • Eintritt: Kostenlos. Anmeldung per E-Mail an: naturderdinge@mfn.berlin

Grußworte sprechen unter anderem

  • Andreas Kraus (Staatssekretär für Klimaschutz und Umwelt des Landes Berlin),
  • Prof. Johannes Vogel, Ph.D. (Generaldirektor des Museums für Naturkunde Berlin) und
  • Dr. Nina Samuel (Berlin University Alliance).

Anschließend wird an vier Thementischen anhand der bisher gesammelten Anliegen konkret über urbane Konzepte wie die Schwammstadt, Fragen der Finanzierung, Zugänge zu Daten oder demokratische Beteiligungsmöglichkeiten diskutiert. Im Anschluss an die Diskussionen erwartet die Gäste eine kuratierte Museumsführung sowie die Möglichkeit für Gespräche und Austausch.

Bürger:innen wollen Mitsprache

In bislang etwa 20 partizipativen Veranstaltungen und anhand von Beiträgen auf einer digitalen Sammlungsplattform erarbeiteten rund 150 Teilnehmende zentrale gesellschaftliche Anliegen für die Wasserzukunft der Hauptstadtregion. Die Themenvielfalt der Beiträge reicht von Forderungen nach mehr Transparenz bei Wasserdaten und dem Schutz des Allgemeinwohls bis zu praktischen Fragen rund um klimaresiliente Gärten und effektive Regenwassernutzung. In Berlin sollen die gesammelten Perspektiven und Anliegen der Bürger:innen wichtige Impulse für die Fortschreibung des Berliner Masterplans Wasser liefern. 

Alle können mitmachen – ein regionenübergreifender Ansatz in Brandenburg und Berlin 

Das Projekt ist in der gesamten Metropolregion in Berlin und Brandenburg aktiv, um Perspektiven zusammenzubringen. Bürger:innen können ihre Beobachtungen zum Wasserwandel (Fotos, Videos, Berichte) auch über das Wasserforum hinaus weiterhin jederzeit zur digitalen Plattform beitragen sowie an kommenden Workshops in Berlin und Brandenburg teilnehmen.

Dass dieser Ansatz funktioniert und Bürger:innenperspektiven produktiv in politische Beschlüsse einfließen können, zeigte jüngst das Wasserforum in Bad Belzig im Mai 2026: Das große regionale Interesse führte zu einem Antrag im Kreistag Potsdam-Mittelmark, das Beteiligungsformat dauerhaft zu verankern.

Über das Projekt

Das Projekt Wasserzukunft. Stimmen aus Berlin und Brandenburg wird durch Mittel der LOTTO-Stiftung Berlin ermöglicht und in Kooperation mit der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt sowie mit zahlreichen Partnern aus Wissenschaft, Bildung, Wasserwirtschaft und Umweltschutz durchgeführt. Die Projektlaufzeit ist vom 1. Oktober 2025 bis 31. August 2028.