

Abteilung
Evolutionäre Morphologie
Formen und Strukturen des Lebens erforschen
Forschung
Die Abteilung Evolutionäre Morphologie untersucht die Evolution von Bauplänen – also die Entstehung und Entwicklung grundlegender Körperstrukturen – sowie deren Einfluss auf die morphologische und phylogenetische Diversifizierung. Im Fokus steht, wie zentrale Merkmale in großen Linien von Pflanzen und Tieren entstanden sind, sich weiterentwickelt haben und Wechselwirkungen mit ihrer (Paläo-)Umwelt geprägt haben. Diese Prozesse tragen wesentlich zur Entwicklung heutiger Ökosysteme bei.
Vom Paläozoikum über das Mesozoikum bis ins Känozoikum erstreckt sich die Forschung über verschiedene Erdzeitalter und reicht bis zu heutigen Organismen und Ökosystemen. Untersucht werden unter anderem die Evolution wichtiger Organsysteme, etwa die Diversifizierung von Nervensystemen bei Wirbellosen oder physiologische und regenerative Prozesse bei Wirbeltieren.
Die Abteilung arbeitet bewusst interdisziplinär und vernetzt sich eng mit anderen Bereichen, insbesondere mit der Abteilung Evolutionäre Diversitätsdynamik. Die Forschung basiert in weiten Teilen auf der Sammlung des Museums und ist eng mit dem Forschungsbereich Zukunft der Sammlung verbunden.
Zum Einsatz kommt ein breites Methodenspektrum: von bildgebenden Verfahren wie CT-Scanning und 3D-Visualisierung über morphometrische und phylogenetische Analysen bis hin zu histologischen und entwicklungsbiologischen Methoden. Zentrale Forschungsinfrastrukturen wie die zoologischen Labore, die Präparation und das 3D-Labor unterstützen diese Arbeiten.




