

Gesellschaft und Natur
Wir untersuchen, wie Wissen über Natur entsteht, wie es gesellschaftlich genutzt wird und wie Wissenschaft und Gesellschaft gemeinsam Lösungen für ökologische Herausforderungen entwickeln können.
Überblick
Gesellschaft und Natur gemeinsam gestalten
Klimakrise, Artenverlust und soziale Ungleichheiten machen deutlich: Der Umgang mit Natur ist immer auch eine gesellschaftliche Frage. Entscheidungen über Biodiversität, Ressourcen und Naturschutz entstehen nicht allein in der Wissenschaft, sondern im Zusammenspiel von Politik, Öffentlichkeit und Alltag.
Der Forschungsbereich Gesellschaft und Natur am Museum für Naturkunde Berlin untersucht diese Zusammenhänge systematisch. Wir erforschen, wie Wissen über Natur entsteht, wie es gesellschaftlich genutzt wird und wie daraus Handlungsfähigkeit entsteht.
Unser Ansatz
Unsere Arbeit basiert auf einer zentralen Annahme: Wissenschaft entfaltet ihre Wirkung im Dialog mit der Gesellschaft. Daraus ergeben sich drei miteinander verbundene Handlungsfelder:
Wissen gemeinsam erzeugen
Wir entwickeln und erforschen partizipative Forschungsformate, in denen unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen aktiv an der Wissensproduktion beteiligt sind.
Wissen zugänglich machen
Wir untersuchen, wie wissenschaftliche Erkenntnisse verständlich, erfahrbar und anschlussfähig werden – in Ausstellungen, Bildungsformaten und digitalen Angeboten.
Wissen wirksam machen
Wir analysieren, wie wissenschaftliche Erkenntnisse in politische und gesellschaftliche Entscheidungsprozesse einfließen und entwickeln Ansätze, diese Wirkung zu stärken.
Unsere Forschung zielt darauf ab:
- wissenschaftliches Wissen in gesellschaftliche Entscheidungen einzubringen
- Vertrauen in Wissenschaft durch Transparenz und Beteiligung zu stärken
- Teilhabe an Forschung zu erweitern
- neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft zu etablieren
- langfristige Strukturen für offene und verantwortungsvolle Forschung zu schaffen
Wir verbinden wissenschaftliche Methoden mit praktischer Umsetzung. Dazu gehören:
- partizipative Forschungsansätze
- Bildungs- und Besuchendenforschung
- Citizen Science
- Science-Policy-Analysen
- Entwicklung und Evaluation von Beteiligungsformaten
Leitung
Dr. Susanne Hecker
Forschungsbereichsleitung
E-Mail: susanne.hecker@mfn.berlin
Uwe Moldrzyk
Stellvertretende Forschungsbereichsleitung
E-Mail: Uwe.Moldrzyk@mfn.berlin
Museums-Evolution
Wissenstransfer
Im Zuge unserer Museums-Evolution entwickeln wir unser Gebäude ins 21. Jahrhundert, erschließen unsere Sammlung und machen sie digital zugänglich. Darauf aufbauend entstehen Formate, die Forschung sichtbar machen, Beteiligung ermöglichen und Wissen gemeinsam mit der Gesellschaft weiterentwickeln. So stärken wir den Dialog zwischen Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit und entwickeln das Museum zu einem offenen, vernetzten Ort der Forschung und des Lernens weiter.
Das Teilprojekt Wissenstransfer reagiert dabei auch auf veränderte Bedingungen im Umgang mit Wissen. Klimakrise, Artenverlust und ein schwindendes Vertrauen in wissenschaftliche Institutionen erfordern neue Formen des Wissenstransfers. Das Museum für Naturkunde Berlin verbindet dafür Forschung, Sammlung und Gesellschaft und schafft Transparenz, Teilhabe und Orientierung.






