
Museums-Evolution
Wir bauen um, erschließen unsere Sammlung und schaffen neue Orte für Forschung, Austausch und gemeinsames Lernen.

Programm
Unsere Forschungssammlung öffnet ihre Türen: Erleben Sie neue Säle im Rahmen von Führungen und erfahren Sie, wie aus Objekten neues Wissen entsteht.
Mehr als 30 Millionen Objekte bewahren im Museum für Naturkunde Berlin Wissen über die Erde und das Leben. Die wenigsten davon sind aktuell Teil unserer Ausstellung, sondern sie befinden sich in unserer Forschungssammlung – Arbeitsort für Wissenschaftler:innen aus aller Welt und zugleich das Gedächtnis unseres Museums.
Mit unserer Museums-Evolution öffnen wir Schritt für Schritt neue Säle für die Öffentlichkeit. So entstehen neue Orte, an denen Sammlung, Forschung und Austausch mit der Gesellschaft zusammenkommen. Sie erleben Wissenschaft nicht mehr nur anhand ausgewählter Exponate, sondern dort, wo geforscht, gesammelt, bewahrt und gemeinsam neues Wissen geschaffen wird.
Unsere Öffentlichen Sammlungen zeigen den wissenschaftlichen Alltag hinter den Kulissen. Sie machen sichtbar, wie naturkundliche Sammlungen entstehen, wie sie erhalten werden und warum sie für die Forschung, aber auch für die Gesellschaft von heute und morgen unverzichtbar sind.
Der neu geschaffene Saal vereint wissenschaftliche Ordnung, aktuelle Forschung und gesellschaftliche Fragen. Objekte der Hirsche und Hornträger erzählen darin von Evolution und Artenvielfalt ebenso wie von Jagd, Naturschutz und kolonialen Sammlungsgeschichten. Gemeinsam mit internationalen Co-Kurator:innen entstanden neue Sichtweisen auf unsere Sammlung.


Der denkmalgeschützte historische Saal wird erstmals öffentlich zugänglich. Zwischen Tausenden wissenschaftlichen Objekten erfahren Sie, wie Forschende die Säugetierschädel nutzen, um Evolution, Biodiversität und Verwandtschaftsbeziehungen zu entschlüsseln. Gleichzeitig eröffnete ein internationaler Co-Kurationsprozess neue Perspektiven auf die kolonialen Kontexte ausgewählter Sammlungsobjekte.
Trilobiten, Ammoniten und viele weitere Fossilien im Saal eröffnen einen Blick auf die Entwicklung des Lebens über Hunderte Millionen Jahre. Der Saal macht sichtbar, wie historische Fossilien bis heute aktuelle Forschung ermöglichen – etwa zu Evolution, Massenaussterben oder Klimawandel.

Museums-Evolution
Die Öffnung unserer Forschungssammlung ist ein zentrales Ziel unserer Museums-Evolution. Sie verbindet drei Transformationsfelder, auf denen wir das Museum ins 21. Jahrhundert entwickeln.
Bau schafft die Voraussetzungen: Historische Säle werden denkmalgerecht saniert, neue Räume entstehen und das Museum wird schrittweise barrierefrei erschlossen.
Sammlung bedeutet mehr als Bewahren. Wir sichern, erschließen und digitalisieren unsere Bestände und schaffen optimale Bedingungen für ihre langfristige Nutzung durch Forschung und Gesellschaft.
Wissen entsteht, wenn Menschen Zugang erhalten. Deshalb öffnen wir unsere Sammlung, machen Forschungsprozesse sichtbar und entwickeln neue Formen des Austauschs – gemeinsam mit Forschenden, internationalen Partner:innen und Ihnen.
Unsere Nass-Sammlung der Fische und Schlangen machte 2010 erstmals eine aktiv genutzte Forschungssammlung dauerhaft als Teil des Ausstellungsrundgangs erlebbar.


In digitize! – Live Science in der Ausstellung zeigen wir Ihnen seit 2021, wie Sammlungserschließung und Digitalisierung aus Millionen von Objekten eine weltweit zugängliche Wissensinfrastruktur entstehen lassen.
Aus dem Umzug der historischen Vogelsammlung entstand 2024 mit ZUGvögel – Eine Sammlung in Bewegung ein neues Ausstellungsformat. Rund 350 Menschen, darunter viele Besuchende, entwickelten die Sonderausstellung gemeinsam mit dem Museumsteam.
Öffentliche Führungen zu ZUGvögel finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.


Der denkmalgeschützte Mineraliensaal zeigt seit Eröffnung des Museums im Jahr 1889 wissenschaftliche Sammlung und Ausstellung an einem Ort. Er ist damit ein historischer Vorläufer des heutigen Konzepts öffentlicher Forschungssammlungen.