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Museum Talk: Wer kommt (nicht) ins Museum? Besucher*innenforschung in der musealen Praxis

Museum Talk: Besucherforschung
bis Ausgebucht!

Online-Kolloquium für Praktiker*innen und Interessierte

In der deutschen Museumslandschaft hat sich Besucherforschung mittlerweile etabliert. Viele Museen führen inzwischen regelmäßig Befragungen durch, analysieren die Zusammensetzung ihres Publikums und evaluieren ihre Ausstellungen, Bildungsangebote und öffentliche Veranstaltungen mit unterschiedlichen Methoden wie Fokusgruppengespräche oder Eye-Tracking-Verfahren. Zur Unterstützung der Museen wurde unlängst ein „Leitfaden Besucherforschung“ vom Deutschen Museumsbund herausgegeben.

Doch wie werden Forschungsergebnisse aus der Besucherforschung in die museale Praxis überführt und zu einem festen Bestandteil bei der Konzeption und Realisierung von musealen Angeboten? Wer sollte an der Konzeption von Besucherstudien beteiligt werden, damit relevante Ergebnisse generiert und später in die Museumsarbeit implementiert werden? Und sollte diesem Prozess ein “Institutional Change” in Richtung eines offenen Museums vorangehen? Welche Art von Vorbehalten stellen sich dabei dem Konzept der Besucherorientierung entgegen? Diesen und ähnlichen Fragen möchten wir im zweiten Museum Talk nachgehen. Dabei stellen Experten*innen der Besucherforschung ihre Erfahrungen und Ergebnisse aus aktuellen Studien in drei Sessions vor.

Zum Auftakt werden in der Keynote kritische Fragen zur Diversifizierung der Museen aufgeworfen. In der ersten Session werden aktuelle Publikumsstrukturanalysen vorgestellt und diskutiert, welchen Einfluss der inzwischen in einigen Museen eingeführte freie Museumseintritt oder die Corona-Pandemie auf die Zusammensetzung der Besucher*innen hat. In der zweiten Session analysieren die Referent*innen die langjährige Besucher*innenforschung an ihren Museen kritisch und eröffnen Perspektiven für die Zukunft. In der letzten Session wird diskutiert, wie die Besucher*innenforschung in die museale Praxis integriert werden sollte.

 

Informationen zur Veranstaltung

Eine Veranstaltung im Rahmen des Aktionsplans der Leibniz Forschungsmuseen „Eine Welt in Bewegung“ in Kooperation mit dem Deutschen Museum, dem Deutschen Schifffahrtsmuseum und dem Deutschen Institut für Erwachsenenbildung Bonn.