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Organisation

Organigramm 2021deutsch

Das Museum für Naturkunde ist eine eigenständige Stiftung des öffentlichen Rechts. Geführt wird es von der Generaldirektion. Oberstes Aufsichtsorgan ist der Stiftungsrat. Die Generaldirektion und der Stiftungsrat werden zusätzlich vom wissenschaftlichen Beirat in wissenschaftlichen und programmatischen Fragen beraten.

Stiftungsrat

Der Stiftungsrat ist das oberste Organ des Museums. Er hat die Aufsicht über alle wesentlichen wissenschaftlichen, programmatischen und wirtschaftlichen Angelegenheiten des Museums.

Derzeit besteht der Stiftungsrat aus folgenden Personen:

Wissenschaftlicher Beirat

Der Wissenschaftliche Beirat berät den Generaldirektor und den Stiftungsrat in wissenschaftlichen und programmatischen Fragen. Er besteht aus bis zu sieben national und international anerkannten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Diese stehen den Forschungsschwerpunkten des Museums nahe und sollten nach Möglichkeit Museumserfahrung haben.

Zurzeit gehören dem Beirat an:

Generaldirektion

Johannes Vogel, PhD, Generaldirektor

Johannes Vogel

Johannes Vogel studierte Biologie an den Universitäten in Bielefeld und Cambridge und promovierte in Genetik an der Universität Cambridge. Seit 1995 arbeitete er für das Natural History Museum in London, zunächst als Spezialist für Moose, Pilze und Farne, dann - seit 2004 - als Direktor der botanischen Abteilung. Seit Februar 2012 ist er Generaldirektor am Museum für Naturkunde in Berlin. Er ist Vorsitzender der European Citizen Science Association, Vorsitzender des Leibniz Verbundes Biodiversität und stellvertretender Vorsitzender im Bioökonomierat, ein unabhängiges Beratungsgremium der Bundesregierung.

Stephan Junker, Geschäftsführer

Stephan Junker

Stephan Junker ist Rechtsanwalt und ein erfahrener Wissenschaftsmanager. Seit 2011 ist er Geschäftsführer am Museum für Naturkunde. Davor hat er beim Forschungsverbund Berlin e.V. als Stellvertretender Geschäftsführer gearbeitet, nachdem er dort die Bereiche Drittmittel und Personal über mehrere Jahre geleitet hat.

Die Forschungsbereiche

Das Museum ist in drei Forschungsbereiche gegliedert:

Dynamik der Natur

In diesem Forschungsbereich werden bio- und erdwissenschaftliche, sowie planetologische Fragestellungen interdisziplinär und zusammen mit Partnern in der ganzen Welt untersucht. Diese Forschung ist sammlungsgestützt und die neugewonnenen wissenschaftlichen Erkenntnisse entwickeln wiederum unsere umfassende Sammlung. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen Zoologie, Paläontologie und Geowissenschaften entdecken und erforschen die Vielfalt des Lebens auf der Erde, Mechanismen der Populationsdifferenzierung und Artenbildung, die Evolution von Bauplänen und die Vielgestaltigkeit von Organismen. Unsere Arbeit erstreckt sich über die gesamte Zeitspanne – von der Entstehung unseres Sonnensystems, der Gegenwart bis hin zum Modellieren von Zukunftsszenarien. Untersucht werden auch Prozesse der Diversitätsdynamik, basierend auf Veränderungen von Lebensgemeinschaften in Raum und Zeit.

Zukunft der Sammlung

Der Forschungsbereich Zukunft der Sammlung widmet sich zwei zentralen Fragen:
Wie gestalten wir die Sammlung der Zukunft an einem offenen und integrierten Forschungsmuseum? Und wie schaffen wir Grundlagen für neuartige, multiperspektivische Formen des Forschens und des Wissenstransfers? Dafür verbinden wir Expertise, Kompetenzen und Infrastrukturen mit Forschungsansätzen des Sammlungs- und Datenmanagements, der Informationswissenschaft und Digitalisierung sowie der Kultur- und Sozialwissenschaften. Wir schaffen einen Raum und Kultur für den Austausch und Reflexion über unsere Sammlungsentwicklung im Hinblick auf die globalgesellschaftliche Verantwortung für Natur- und Kulturerbe mit Akteurinnen und Akteuren aus Wissenschaft, Gesellschaft, Kultur, Politik und Wirtschaft. Die vollständige Erschließung und Transformation der Sammlung in eine offene, digital-analoge Wissensinfrastruktur mit professionellem Wissensmanagement für Objekte, Wissen und Daten - unserem Naturwissen - realisieren wir durch die Umsetzung des Zukunftsplans des Museums und mit starken nationalen und internationalen Partnerschaften.

Gesellschaft und Natur

Der Forschungsbereich beschäftigt sich mit den Wechselwirkungen von Gesellschaft und Natur. Wissen über und für Natur entsteht idealerweise im Dialog und Austausch mit der Öffentlichkeit. Alle Aktivitäten des Forschungsbereichs haben das Ziel, Wissens- und Entscheidungsprozesse im Bereich Natur und Biodiversität mit verschiedenen Akteuren zusammen besser zu verstehen, zu analysieren, zu vermitteln und weiterzuentwickeln. Auf der Basis exzellenter und relevanter Forschung schaffen wir dafür zum einen interaktive Experimentier- und Aktionsräume und erarbeiten zum anderen Formate mit verschiedenen Gruppen aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft. Dies erfolgt unter anderem durch Ausstellungen, Bildungsprogramme im Museum und in der Natur, partizipative Dialogformate und Tagungen. Dabei untersuchen wir auch deren Wirksamkeit und Rezeption. Ein weiteres Forschungsgebiet ist die Interaktion zwischen Wissenschaft und Gesellschaft – in der Stadt, auf dem Land, national und global, digital und analog. Wir fördern bürgerwissenschaftliches Engagement und begleiten Studierende, Lehrkräfte und andere Wissensvermittlerinnen und - vermittler in ihrer Ausbildung.  Zu unserem Angebot gehören interdisziplinäre und internationale Fortbildungen in den Bereichen öffentliches Engagement (Public Engagement), Offene Wissenschaft (Open Science), Bürgerwissenschaften (Citizen Science) und Museum.

Interessenvertretung

Das Arbeiten am Museum wird unterstützt von zahlreichen Gremien. Mehr Informationen finden Sie hier.