wireless sensor node for automated encounter detection and tracking of bats
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Betriebs-Adaptive Tracking-Sensorsysteme

Miniaturisierte, energieeffiziente Sensoren, die sich selbständig zu drahtlosen Sensornetzen (WSNs = „wireless sensor networks“) organisieren sind der Schlüssel zu innovativen Anwendungen. Die Entwicklung heterogener WSNs, die verschiedene statische und mobile Sensorknoten beinhalten stellt eine besondere Herausforderung dar. Allerdings verspricht die Kombination aus mobilen Sensorknoten, die von Wildtieren getragen werden und stationären Sensorknoten zum drahtlosen Datendownload eine hocheffiziente Methode zur vollautomatischen Beobachtung freilebender Tiere in ihrer natürlichen Umgebung.

Fledermäuse bilden die zweitgrößte Gruppe innerhalb der Säugetiere und ihnen kommen zentrale Rollen in Ökosystemen zu. Sie besetzen ein breites Spektrum an ökologischen Nischen, die meisten Arten leben in sozialen Gruppenverbänden und beeindrucken mit einer großen Vielfalt an komplexem Sozialverhalten. Die evolutionären Mechanismen, die diese Vielfalt erlaubten sind jedoch kaum verstanden. WSNs können uns tiefe Einblicke in das oft kryptische (Sozial-)Verhalten von wildlebenden Fledermäusen gewähren. Hierbei erlaubt die Kommunikation zwischen mobilen Fledermaussensoren die Erforschung der Dynamik sozialer Gruppenverbände. Die Lokalisation mobiler Sensorknoten erzeugt hochauflösende Flugtrajektorien zur Analyse von Jagdstrategien.

Das Ziel unserer interdisziplinären Forschergruppe mit zahlreichen Partnern aus Elektrotechnik und Informatik ist die Entwicklung eines zukunftsweisenden Systems zur Wildtierbeobachtung. Dieses hochentwickelte System bildet die Grundlage für innovative Verhaltensforschung an temperaten und tropischen Fledermausarten. Die biologische Forschung wird von Simon Ripperger und Frieder Mayer am MfN geleitet. Fokusarten unserer Forschung sind aktuell der Große Abendsegler (Nyctalus noctula) in Berlin, das Große Mausohr (Myotis myotis) in Franken und der Gemeine Vampir (Desmodus rotundus) in Panama.

Weitere Informationen unter www.for-bats.de

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