Back to top

Naturwissenschaftliche Sammlungen sind eine wichtige Infrastruktur für die Beantwortung Tausender grundlegender wissenschaftlicher Fragen und für die Bereitstellung von Informationen für innovative Ansätze in vielzähligen Bereichen. Die Nutzung dieser Infrastruktur ist jedoch stark eingeschränkt. Ein geringer Anteil digital zugänglicher Sammlungen, das Fehlen einer gemeinsamen Plattform, unvollständige Verknüpfungen zwischen wichtigen Datenquellen und unterschiedliche Zugriffsrichtlinien und Handhabungen an Hunderten von Standorten erschweren die Verwertung der vorhandenen Informationen.

Im Jahr 2018 wurden die europäischen naturwissenschaftlichen Sammlungen als „Distributed System of Scientific Collections“ (DiSSCo) auf die Roadmap des Europäischen Strategieforums für Forschungsinfrastrukturen (ESFRI) aufgenommen. DiSSCo beabsichtigt, die fragmentierte Landschaft wichtiger wissenschaftlicher Ressourcen in eine integrierte Sammlung zu verwandeln, die einem vielfältigen Nutzerkreis einheitlichen Zugriff ermöglicht. Mit derzeit 115 Organisationen aus 21 europäischen Ländern ist es die weltweit größte formale Vereinbarung zwischen naturwissenschaftlichen Sammlungen.

Das MfN ist Teil des Steering Commitees und die Abteilung Wissenschaftsdatenmanagement leistet einen essentiellen Beitrag zum Technical Board von DiSSCo.

Im März 2019 wurde ein Projektvorschlag „DiSSCo Prepare“ eingereicht. Das Projekt zielt darauf ab, den aktuellen Stand der Forschungsinfrastruktur in fünf Dimensionen (wissenschaftlich, datenbezogen, finanziell, technologisch und organisatorisch) zu bewerten und die Ziele festzulegen, die einen nahtlosen Übergang zu einem vollständig implementierten System gewährleisten.

In DiSSCo Prepare leitet MfN ein technisches Arbeitspaket ("Common resources and standards") und leistet einen wesentlichen Beitrag zu verschiedenen anderen Arbeitspaketen, die sich mit Benutzeranforderungen, Schulungen und capacity building befassen.