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Bivalvia, Gastropoda, Brachiopoda und Porifera

Die umfangreiche Sammlung fossiler Muscheln, Schnecken, Armfüßer und Schwämme beinhaltet über 340.000 Objekte. Vertreten sind die Tiergruppen Gastropoda (Schnecken) mit ca. 165.000 Exemplaren, Bivalvia (Muscheln) mit ca. 115.000 Exemplaren, Brachiopoda (Armfüßer) mit ca. 55.000 Exemplaren sowie Porifera (Schwämme) mit ca. 5.300 Exemplaren.

Die Objekte der Sammlung stammen aus allen Teilen der Erde, geographische Schwerpunkte liegen auf Deutschland, Europa sowie den ehemaligen deutschen Kolonien. Aus erdgeschichtlicher Sicht konzentriert sich die Sammlung auf das Devon, das Mesozoikum, das Paläogen und im Bereich der Gastropoda auf das Neogen.

Das Sammlungsmaterial besteht ausschließlich aus fossilen Versteinerungen. Die überwiegenden Teile sind systematisch geordnet. In der Sammlung befinden sich bedeutendes Typusmaterial und historisch wertvolle Abbildungsoriginale. 

Digitalisierung

In der paläontologischen Access-Datenbank des Museums für Naturkunde ist die Sammlung vollständig erfasst.

Geschichte

Begründet durch die Sammeltätigkeiten berühmter Paläontologen des 19. Jahrhunderts, wie Leopold von Buch (1774-1853), Ernst-Friedrich von Schlotheim (1764-1832), Heinrich Ernst Beyrich (1815-1896) und Friedrich August Quenstedt (1809-1889), zeichnet sich die Sammlung durch einen hohen historischen Wert aus.

Der systematischen Sammlung sind mehrere wichtige stratigraphische und regionale Suiten angeschlossen. Beispiele sind die Mollusken aus dem Oberjura und der Unterkreide von Tansania, insbesondere der Dinosaurierfundstelle Tendaguru; Rudisten aus der Oberkreide (Sammlung Klinghardt); Mollusken aus Oberkreide und Paläogen des Typus-Gebietes der Maaastricht-Stufe (Sammlung van Binkhorst); Mollusken aus dem Känozoikum Europas (Sammlung Bamberg); Mollusken aus dem Oligozän von Norddeutschland (Sammlung Hubach); Mollusken aus dem Miozän von Ägypten (Sammlung Schweinfurth) und Brachiopoden aus dem Devon des Rheinischen Schiefergebirges.