Forschungsdatenmanagementstruktur

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In allen Forschungsprozessen und forschungsbegleitenden Aktivitäten des MfN werden vielfältige Daten erzeugt und verarbeitet. Eine Herausforderung für das Management, die Archivierung und das Gewährleisten der Langzeitverfügbarkeit von Forschungsergebnissen ist dabei die vielseitige Ausprägung dieser Daten. Aus diesem Grund evaluiert, entwickelt und implementiert die Abteilung Wissenschaftsdatenmanagement Software-Komponenten für das Datenmanagement. Diese sogenannten Basiskomponenten bilden dabei thematisch und funktionell klar definierte Bereiche, die in ihrer unter einander vernetzten Gesamtheit die Forschungsdatenmanagementinfrastruktur (FDMS) bilden.

Die Basiskomponenten orientieren sich an allgemeingültigen Datenklassen (z.B. Mediendaten, Sammlungsdaten, Messdaten) und deren Merkmalsausprägungen, damit die vielfältigen Forschungsdaten entsprechend der unterschiedlichen Anforderungen effizient vorgehalten und verwaltet werden können.

Ziel dieser Architektur vernetzter Basiskomponenten ist die Optimierung des Datenmanagements durch Minimierung redundanter Datenstrukturen bei gleichzeitiger Zentralisierung, Standardisierung sowie Maximierung der Verknüpfbarkeit der Daten. Die fortlaufende Realisierung dieser optimierten Datenmanagementinfrastruktur als Netz aus Basiskomponenten verbessert die Verarbeitungsprozesse (z.B. Erzeugung, Qualitätssicherung, Auswertung und Veröffentlichung der Daten bei der Sammlungserschließung) hinsichtlich der Effizienz, Integrität und Interoperabilität. Nur so kann eine transparente Dokumentation der im Forschungsprozess genutzten Datenstrukturen und der Daten selbst im Sinne der Langzeitspeicherung und -verfügbarkeit sichergestellt werden.

Wesentliche Basis-Komponenten sind: die Sammlungsdatenbanken, das Medienrepositorium, das Forschungsdatenrepositorium für Datenveröffentlichungen mit eigener DOI-Vergabe, die Publikationsdatenbank, die Datenbank der Bibliotheksbestände und Zeitschriftenlizenzen sowie webbasierte Informationsplattformen (MfN-Webseite, Intranet-Wiki, Referenzdatenbanken, Profilseiten zur Referenzierung von Sammlungsobjekten (Landing Pages) sowie themenbezogene Webseiten).

Des Weiteren werden Erfassungs-, Recherche-, Auswertungs- und Bearbeitungswerkzeuge (z.B. Forschungsinformationssystem, Medienrechercheportal, Umfrage-System, generisches Etiketten- und Berichterstellungssystem) basierend auf den Basiskomponenten angeboten.

Maßgebliche Optimierungen an der FDMS seit 2012:

  • Aus- und Umbau des Forschungsinformationssystems (FIS)
  • Aufbau einer institutionellen Publikationsdatenbank
  • Modernisierung der Datenbank für Bibliotheksbestände und Zeitschriftenlizenzen
  • Aufbau eines Forschungsdatenrepositoriums mit MfN-eigener DOI-Vergabe
  • Modernisierung des Medienrepositoriums und Aufbau eines Rechercheportals
  • Aufbau eines datenschutzkonformen Umfrage- und Daten-Erfassungssystems

Die Architektur orientiert sich maßgeblich an den Prinzipien des internationalen DINA Konsortiums zur Entwicklung von Open-Source Software im Bereich naturwissenschaftlicher Informationssysteme. Zur Optimierung der FDMS gehören die notwendigen Arbeitsabläufe zur Nutzung dieser Infrastruktur. Zu diesem Zweck wurden gezielte Prozessdefinitionen ausgearbeitet, getestet und implementiert, die ein standardisiertes Forschungsdatenmanagement gewährleisten werden. Dazu gehören vor allem die transparente Dokumentation und Etablierung des systematischen Vorgehens zur Integration von verteilt vorliegenden Sammlungsdaten in das zentrale Sammlungsmanagementsystem, die Einrichtung von Online-Formularen zur Einreichung von (Meta-)Daten in das Forschungsdatenrepositorium und die Erarbeitung von Richtlinien zur Regulierung von webbasierten Systemen in Forschungsprojekten.