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Das Massenaussterben am Ende der Trias geht einher mit dramatischen Veränderungen in der Umwelt, u. a. einer beträchtlichen Störung des globalen Kohlenstoffkreislaufs, weit verbreiteten Sauerstoffmangelbedingungen und einem Anstieg der Meerestemperaturen. Als Ursache dieser Umweltstressfaktoren wird eine intensive Magmaaktivität, die so genannte Central Atlantic Magmatic Province (CAMP), angenommen. Im Verbund mit Forscherkollegen aus Europa und den USA untersuchen wir die marinen Ablagerungen im Grenzbereich zwischen Trias und Jura im Zentraleuropäischen Becken (Bonenburg, Deutschland) und eines sogenannten allochthonen Terrans (Wrangellia) im Südosten von Alaska.


Unser Ziel ist es, einen robusten stratigraphischen Bezugsrahmen für die Übergangszeit von der Trias zum Jura zu etablieren, Veränderungen in marinen Lebensgemeinschaften zu rekonstruieren und sie mit Veränderungen in den globalen Kohlenstoff-, Stickstoff- und Schwefelzyklen und Sauerstoffmangelzuständen in den Meeren zu verknüpfen. An im heutigen Alaska gelegenen Lokalitäten bietet sich die seltene Gelegenheit, biologische Veränderungen und Veränderungen des Lebensraumes im offenen Meer innerhalb des einst am Äquator gelegenen Panthalassa-Ozeans zu untersuchen. So lassen sich Erkenntnisse über die globale Ausdehnung der damaligen Krise gewinnen. Das geologische Profil in Bonenburg in Ost-Westfalen ermöglicht einen Vergleich der Übergangsschichten zwischen Trias und Jura im Zentraleuropäischen Becken mit den gut erforschten Abfolgen des westlichen Tethys-Schelfmeeres.

Projekttitel

Untersuchung der paläontologischen und geochemischen Belege des Massenaussterbens am Ende der Trias im Zentraleuropäischen Becken und dem Panthalassa-Ozean

Kooperationspartner

Für Bonenburg, Deutschland:

  • Robert Bussert, TU Berlin
  • Julia Gravendyck, FU Berlin
  • Wolfram Kürschner, University of Oslo
  • Martin Schobben, University of Leeds

Für Alaska:

  • Andrew Caruthers, University of Michigan
  • Benjamin Gill, Virginia Tech
  • Darren Grocke, Durham University
  • Selva Marroquin, Virginia Tech
  • Jeremy Owens, Florida State University
  • Theodore Them, Florida State University
  • João Trabucho Alexandre, Utrecht University

Laufzeit

2017-2019

Finanzierung

National Geographic – Explorer Grant to Andrew Caruthers