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Die ornithologische Sammlung ist mit ca. 200.000 Objekten die größte ihrer Art in Deutschland und kann zu den bedeutendsten Vogelsammlungen weltweit gezählt werden. Ihre historischen Präparate sind von besonderer Bedeutung, da sie zum Teil von bekannten Sammlern, wie Peter Simon Pallas, Adalbert von Chamisso, Alexander von Humboldt oder Ernst Mayr gesammelt wurden. Sie bilden die Grundlage für eine Vielzahl von Publikationen und Artbeschreibungen. Dabei ist die Dokumentation insbesondere der frühesten Präparate bis etwa zur Mitte des 19. Jh. aufgrund historischer Praktiken in den wissenschaftlichen Sammlungen sehr lückenhaft. Dies stellt ein großes Problem für die wissenschaftliche Nutzung dieser einzigartigen Belege historischer Biodiversität sowie der bedeutsamen taxonomischen Belege dar.
 
In verschiedenen Projekten werden die bis heute jedoch sehr verstreut erhaltenen Informationen (z.B. Kataloge, Publikationen, Briefe, Tagebücher) zusammengestellt und verfügbar gemacht, um taxonomische, ökologische und kulturhistorische Fragestellungen zu bearbeiten. Insbesondere werden Kataloge zu bedeutenden Sammlungen und Typenlisten erstellt und Reiserouten rekonstruiert. So sind in den vergangenen Jahren Publikationen zu historischen Sammlungen einschließlich Typenlisten erschienen, etwa zu den Sammlungen William John Ansorge, Benedykt Dybowski, Eduard Eversmann, Konstanty Jelski, Wilhelm Friedrich Hemprich/Christian Gottfried Ehrenberg und Friedrich Sellow. Aktuell erfolgt die Bearbeitung der Typen der Sammlung Gustav Adolf Fischer in Zusammenarbeit mit dem Zoologischen Museum Hamburg, CENAK sowie der Sammlung Bernhard Eunom Philippi in Zusammenarbeit mit Jiří Mlíkovský. Ein wesentliches Ziel dieser Studien ist die Erschließung der historischen Präparate für aktuelle Forschungen.
 

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