VRWorkshop
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Am 25. Oktober 2017 lädt das Museum für Naturkunde Berlin zur Erkundung der Thematik „Virtual Reality im Museumskontext“ ein. Im Rahmen des Projektes „Naturkunde 365/24 – Multimediales Applikationslabor des Berliner Naturkundemuseums“ wird ein Workshop durchgeführt, der sich den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten widmet, welche die innovative VR-Technologie Museen auf dem Weg in die Digitalisierung bietet.

Virtual Reality ist in aller Munde und längst nicht mehr nur der Computerspielbranche vorbehalten. Im Rahmen des Projektes „Naturkunde 365/24“ wurde deshalb ein Workshop konzipiert, der sich vor allem an Museums- und AusstellungsvertreterInnen europäischer Institutionen richtet, die sich über die Potenziale der Technologie informieren möchten. Diskutiert werden die zahlreichen Anwendungsfelder von VR, etwa für alternative Objektpräsentation, interaktive Wissensvermittlung oder Ausstellungsarchivierung.

Anhand eindrucksvoller Showcases, die in Kooperation mit dem Projekt „Naturkunde 365/24“ entstanden sind, können die Teilnehmenden VR-Technologie und VR-Storytelling direkt vor Ort testen und selber hautnah erleben. Die interaktive VR-Experience „Inside Tumucumaque. 24 hours of amazonian wildlife“ der Kooperationspartner Filmtank und Interactive Media Foundation lässt den Anwender in das Ökosystem der Amazonas-Regenwälder eintauchen und in die Rolle dort lebender Tiere schlüpfen. Auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse wird die Wahrnehmung der Tiere visuell und haptisch interpretiert und damit Forschung spielerisch und spannend vermittelt. Weitere Showcases werden von den Firmen TRIAD Berlin, TRIXTER Berlin und realities.io präsentiert.

Das Veranstaltungsformat führt beispielhaft vor, wie sich Wissenstransfer in Zeiten des digitalen Wandels insbesondere durch die enge Vernetzung von Forschung und Wirtschaft praktisch und innovativ gestalten lässt, denn Wirtschaftspartner können Museen dabei unterstützen, Museumsinhalte zeitgemäß zu präsentieren und zu verwerten. Auf diesem Weg können Forschungsergebnisse direkt vermittelt und verschiedene gesellschaftliche Zielgruppen erreicht bzw. gesellschaftliche Veränderungen herbeigeführt werden.

Mit dem Projekt „Naturkunde 365/24 – multimediales Applikationslabor des Berliner Naturkundemuseums“ wird das Ziel verfolgt, die Zusammenarbeit mit kleinen und mittelgroßen Unternehmen (KMU) der Berliner Kreativ- und Medienwirtschaft sowie der Bildungs- und Tourismusbranche zu etablieren und effizient zu gestalten. Das bis September 2019 laufende Projekt wird mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie Mitteln des Landes Berlin finanziert. Es werden Instrumente des Wissenstransfers eingesetzt sowie Verfahren der Datenbereitstellung und -integration entwickelt. Die Wirksamkeit der Vorgehensweise und entwickelten Infrastrukturen wird fortlaufend evaluiert. Ideen für innovative Produkte und Dienstleistungen, die auf den Medienbestand und das fachspezifische Wissen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Museums zurückgreifen, sollen aktiv gefördert werden. „Das Projekt bietet die Gelegenheit, unsere Forschung und die gewonnenen Erkenntnisse an die Wirtschaft zu vermitteln. Wir wollen so unternehmerischen Geist und Naturkunde zusammenbringen“, sagt Projektleiterin Dr. Jana Hoffmann.

Logo der Europäischen Union, Europäischer Fonds für regionale Entwicklung EFRE