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Interview mit Prof. Nadia Fröbisch

Nadia Fröbisch

Interview mit Prof. Nadia Fröbisch vom Leitungsteam des Forschungsbereichs "Dynamik der Natur" 

Bitte stellen Sie sich vor, inklusive Ihrer Position am Museum.

Mein Name ist Nadia Fröbisch, ich bin Professorin am MfN und am Institut für Biologie der Humboldt Universität mit einem Forschungsschwerpunkt auf der Evolution und Entwicklung von Wirbeltieren, insbesondere Amphibien.

Welche Aufgabe übernehmen Sie bei der Gestaltung des Zukunftsplans?

Ich gehöre zum Leitungsteam des Forschungsbereich "Dynamik der Natur" und bin gemeinsam mit zwei Kollegen außerdem ein so genanntes "Cluster Lead" für das Forschungscluster "Embryologie und Evolution der Wirbeltiere". Darüber hinaus bin ich auch in das Teilprojekt zur Entwicklung des Wissenschaftscampus mit der Humboldt Universität involviert.

Welche Chancen sehen Sie in der Umsetzung des Zukunftsplans für das Museum und für die Gesellschaft?

In den Sammlungen des MfN schlummert ein großes, bisher ungenutztes Potenzial. Ich sehe eine große Chance darin, diesen Natur- und Kulturschatz so zu erschließen und mit Forschungsdaten zu vernetzen, dass er für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der ganzen Welt zur Verfügung steht – mit und ohne eine Reise nach Berlin. Das wird zu völlig neuen Forschungsideen und Technologien aus verschiedenen Richtungen inspirieren, die wir zum Teil schon erahnen können -  andere werden uns ohne Zweifel überraschen. Daran sieht man schon, dass dieses Projekt einen enormen Mehrwert generieren wird. Wissenschaft und Gesellschaft werden auf vielfältige Weise direkt davon profitieren.

Wie stellen Sie sich das MfN 2030 vor?

Ich stelle mir vor, dass ich auf dem Wissenschaftscampus forsche, der gemeinsam mit der Humboldt Universität und anderen Partnern ein internationaler Forschungs-Hub in Berlin Mitte ist und sowohl inhaltlich als auch durch vielfältige persönliche Begegnungen ein lebendiger Ort der Forschung ist. Der Campus ist dabei auch der Ort, wo sich Wissenschaft und Gesellschaft ganz selbstverständlich trifft und an dem Nachwuchsforschende in international bekannten Programmen mit neuartigen Perspektiven lernen und forschen.

Vielen Dank!

Das Interview führte Dr. Gesine Steiner, Pressesprecherin.
Stand: 24.03.2021