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Wie können Millionen von Sammlungsobkjeten digitalisiert und öffentlich zugänglich gemacht werden? Wie kann Forschung in Museen gestärkt werden? Wie werden Sammlungen bestmöglich bewahrt und können von Besucher*innen gleichzeitig erlebt werden?

Mit ihrem Aufgabendreiklang von Sammeln, Forschen und Vermitteln sind Forschungsmuseen ideale Orte, um neueste Erkenntnisse zu aktuellen Themen sowie deren Relevanz zu transportieren. Mit einem gemeinsamen Aktionsplan stärken die acht Forschungsmuseen der Leibniz-Gemeinschaft ihre besondere Funktion als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Neben spezifischen Projekten an den einzelnen Museen fokussieren die gemeinschaftlichen Formate auf die Wissenschaftskommunikation, Vermittlungsforschung und den internationalen Wissensaustausch. Der Aktionsplans der Leibniz-Forschungsmuseen wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung zusammen mit den Sitzländern der Museen gefördert. Weitere Informationen finden Sie hier

Die vier Säulen des Aktionsplans:

I. Orte des Dialogs

Akteure aus Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit kommen in jeweils einem der acht Leibniz-Forschungsmuseen zusammen - und ins Gespräch miteinander. Im Mittelpunkt stehen der Umgang mit unserem natürlichen und kulturellen Erbe, der Klimawandel, der Verlust der biologischen Vielfalt, die Energiewende oder der Strukturwandel.

Veranstaltungen 2018

Veranstaltungen 2019

II. Leibniz-Netzwerk Musealer Transfer - Vermittlung - Dialog

Im Netzwerk bauen die acht Leibniz-Forschungsmuseen ihre Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen auf Basis ihrer Forschung aus. Welche praktischen Erfahrungen bei Wissenstransfer sowie Bildung und Vermittlung lassen sich an andere Forschungsmuseen weitergeben? Wie können wir neue Standards und innovative Formate beim Vermitteln von Wissen und Forschung entwickeln? Dazu gibt es verschiedene Workshops u. a. zur Virtual, Mixed und Augmented Reality. Mehr Informationen gibt es hier.

III. Bewahren für die Zukunft

Im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahrs 2018 ist der Fachaustausch innerhalb der Forschungsmuseen ausgebaut und intensiviert worden. Denn Forschungsergebnisse sind eine Teamleistung von Restaurator*innen, Naturwissenschaftler*innen und Archäologen. Doch wie lassen sich z. B. Felle für nachfolgende Generationen an Forscher*innen bewahren? Wie können wir die Konservierungsforschung ausbauen? Was können nationale und internationale Akteure hier gemeinsam strategisch erreichen? Themenwochen, kleine Ausstellungen, ein interaktives Computerspiel sowie eine Filmreihe wurden gemeinsam realisiert. Sie können mehr zum Thema in einer Broschüre lesen.

Kulturerbe in Gefahr! Mini-Ausstellung zum Thema Verfall von Fellen

Naturkundliche Sammlungen haben Millionen von Objekten, darunter viele Säugetierfelle, die gleichzeitig Forschungsobjekte und kulturelles Erbe sind. Gesammelt während der letzten 250 Jahre in aller Welt, sind die Felle einmalige Nachweise vergangener und heutiger Artenvielfalt. Der dauerhafte Erhalt und die Pflege solcher Sammlungen gehören zu den Grundaufgaben eines Museums. Gefahren für den Erhalt der Felle liegen in chemischen Abbauprozessen, Insektenfraß und ungeeigneter Aufbewahrung.

Mit ausgewählten Objekten aus der Sammlung des Museums für Naturkunde und zusammen mit dem interaktiven Tisch der Leibniz Forschungsmuseen werden Beispiele für diese Zerfallsprozesse vorgestellt. Beim Computerspiel "Hüter des Kulturerbes" können Besucher*innen einige Kulturgüter gemeinsam spielerisch schützen.

Veranstaltungen 2018

 

Forschung im Museum sichtbar machen: Wie hat Giraffatitan mit dem Schwanz gewedelt? Das berichten zwei Paläontologinnen im Video:

IV. Global Summit of Research Museums

Die weltweit erste interdisziplinäre Konferenz von Forschungsmuseen fand vom 4. bis zum 6. November 2018 in Berlin statt. Das Ziel: den Dialog zwischen Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft intensivieren, um neue innovative Lösungen für die Herausforderungen der modernen Welt unter Einsatz modernster Wissenschaft und internationaler digitaler Infrastrukturen zu entwickeln. Beschlossen wurde, dass ein globales Wissens- und Sammlungsnetzwerk von Forschungsmuseen geschaffen wird. Lesen Sie hier mehr über das Gipfeltreffen.

Lesen Sie hier auch den ausführlichen Bericht über den ersten Global Summit of Research Museums.

Weitere Aktionsplan-Projekte im Museum für Naturkunde

Sonderausstellung ARTEFAKTE

Wie wollen wir in Zukunft mit unserem Planeten umgehen? Für diese Frage haben sich das Museum für Naturkunde Berlin, die Gemeinsame Forschungsstelle der Europäischen Kommission und der amerikanische Fotograf J Henry Fair zusammengetan. Die Sonderausstellung ARTEFAKTE thematisiert in Zeiten von „alternativen Fakten“ und „Fake News“ wissenschaftlich fundiert umweltrelevante Fragen. ARTEFAKTE schlägt dabei eine Brücke zwischen Kunst (ART) und Wissenschaft (FAKTEN). Mehr Informationen zur Ausstellung finden Sie hier.