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Im Dezember 2015 kam Tristan Otto als erstes original T. rex Skelett nach Europa und an das Museum für Naturkunde in Berlin. Seither begeisterte der Superstar unter den Dinosauriern rund drei Millionen Besucherinnen und Besucher aus Berlin und der Welt für Forschung und Natur. Anfang 2020 hieß es dann für die Berliner Abschied nehmen – zumindest zeitweise. Im Rahmen einer Kooperation ist Tristan Otto ab April für ein Jahr in einer Sonderausstellung am Naturkundemuseum Kopenhagen zu sehen. Mitte 2021 kehrt Tristan nach Berlin zurück und wird in neuem Gewand wieder in den Ausstellungen zu sehen sein. Seien Sie gespannt!

Was bisher geschah sehen Sie hier:

 

Tristan Otto

Tristan Otto war bei seiner Ankunft in Berlin das erste original Skelett eines Tyrannosaurus rex in Europa und ist noch immer eines der wenigen Originalskelette außerhalb Nordamerikas, woher alle bisherigen T. rex Funde stammen. Das zwölf Meter lange und 4 Meter hohe Skelett des Raubsauriers aus der Oberkreidezeit ist 65 Millionen Jahre alt. Seine nachtschwarze Färbung ist charakteristisch für Fossilien aus der sogenannten Hell Creek Formation, einer fossilienreichen Gesteinsschicht im US Bundesstaat Montana, wo Tristan 2010 gefunden wurde.

Die Bergung und Konservierung der Knochen dauerte insgesamt vier Jahre. Nicht zuletzt wegen des fast vollständig erhaltenen Schädels zählt Tristan Otto zu den am besten erhaltenen Tyrannosaurus rex Exemplaren weltweit.

2014 erwarben die Unternehmer und Sammler Niels Nielsen und Jens Peter Jensen das Skelett und benannten es nach ihren Söhnen Tristan und Otto. Von Anfang hatten sie vor, das Skelett für Forschung und Öffentlichkeit zugänglich zu machen und entschieden sich für das Berliner Naturkundemuseum. Hier trägt der T. rex die Inventarnummer MB.R.91216, ist dadurch für die Wissenschaft identifizierbar.
 

Forschung rund um Tristan:

Bisher wurden etwa 50 Exemplare von Tyrannosaurus rex entdeckt. Jedes neue Exemplar ist für die Wissenschaft interessant – es trägt individuelle Spuren und liefert weitere Informationen, die das Wissen um T. rex und ein längst vergangenes Ökosystem erweitern.

Hier geht‘s lang zu einigen Schlaglichtern der Forschung:

Zahnwechsel bei T.rex

Paläopathologie 
 

Highlights aus vier Jahren Tristan in Berlin:

Etwa 3 Million Besucherinnen und Besucher haben Tristan Otto zwischen 2015 und 2020 gesehen. Der 500 000ste Besucher reise dafür sogar extra nach Berlin. Doch Tristan Otto faszinierte nicht nur Besucherinnen und Besucher der Ausstellung – er begeisterte auch darüber hinaus. Seit Ankunft des originalen Schädels im Juli 2015 entstanden unterschiedliche Projekte rund um den beliebten T. rex.

Der gute Erhaltungszustand der Schädelknochen ermöglichte beispielsweise die Erstellung eines 3D – Modells des Schädels durch modernste Methoden wie hochauflösenden CT - Scans und Bildmessverfahren.  

Zudem ging Tristan gemeinsam mit visitBerlin auf Europareise. Im Rahmen der "Pop into Berlin"- Tour war ein Abguss des Originalschädels neben Popup Stores mit trendigen Berlin Produkten in Warschau, Madrid und Zürich zu sehen, um für die deutsche Hauptstadt als Reiseziel zu werben.

Tristan faszinierte aber auch virtuell – wie das Beispiel der Computermesse CeBIT aus 2016 zeigt. Die Firma shoutr labs entwickelte ein System, das mit Hilfe von WLAN –Access Points mit lokalem Speicher, multimediale Inhalte ohne Internetverbindung auf mobile Endgeräte übertragen kann. Das ermöglichte Besucherinnen und Besuchern, Tristan über das Messegelände schleichen zu sehen.


Das Buch zu Tristan

Wer nicht bis 2021 warten möchte um Tristan Otto kennenzulernen, kann sich mit dem Begleitbuch „T. rex – MB.R.91216“ ein Stück Tristan nachhause holen.

65 Millionen Jahre unter der Erde - Wie viele Geschichten könnten die Knochen eines T. rex wohl erzählen? In 47 Geschichten unternimmt das Buch den Versuch, die Faszination, die dieses einzigartige Fossil bei den Machern der Ausstellung ausgelöst hat, weiterzugeben. Erzählt aus einer ungewohnten Perspektive paart das Buch fiktive und reale Begebenheiten mit außergewöhnlichen schwarz-weiß Portraits der versteinerten Fragmente.

Das Buch wurde mit dem Art Directors Club Designpreis Deutschland ausgezeichnet.

Erhältlich auch online im Museumsshop:

T. rex – MB.R.91216

Linda Gallé und Uwe Moldrzyk
Gestaltung: Sonja Kreft
Fotos: Hwa Ja Götz & Carola Radke
244 Seiten, 47 Stories in Deutsch und Englisch, 106 Abbildungen, Hardcover, 20 x 26 cm
ISBN: 978-3-9815029-8-5