Back to top

Presseinformation, 21.08.2019

Das Museum für Naturkunde Berlin unterstützt auch im neuen Schuljahr den Dialog zwischen Fridays For Future und Wissenschaft. Ab 30. August findet im Experimentierfeld für Partizipation und Offene Wissenschaft eine Workshop-Reihe zu Themen wie Klimawandel, Artensterben und damit einhergehenden Konflikten statt. Anlässlich des globalen Klimastreiks lädt das Museum am 20. September außerdem bei freiem Eintritt zum Austausch mit Expertinnen und Experten ein.

Workshopreihe Klimawandel

Schülerinnen und Schüler sowie begleitende Lehrkräfte und auch Studierende erhalten bis auf Weiteres freitags ab 13:30 Uhr freien Eintritt ins Museum für Naturkunde Berlin. Als Nachweis gilt der Schüler- bzw. Studentenausweis. Seit März konnten die Jugendlichen in unterschiedlichen Formaten bereits mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Museums sowie befreundeter Institutionen in Dialog gehen, ihr Wissen erweitern und Argumentationen schärfen. Das Austauschforum wird nun durch eine Workshopreihe mit der Möglichkeit zu umfassender Diskussion ersetzt.

In der am 30. August startenden Workshopreihe nähern sich wissenschaftliche Expertinnen und Experten den Themen Klimawandel, Artensterben sowie Verkehrs-, Energie- und Agrarwende auf interaktive Weise und bietet anschließend Raum für Austausch zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit. Die Workshops finden jeweils von 14 bis 16 Uhr statt, erste Termine und Themen stehen bereits fest:

30. August 2019
Workshop "Energie für Forschdorf"
Teams entwerfen Systeme zur Versorgung einer Kleinstadt mit Strom und Wärme.
Christoph Pels Leusden, Beuth Hochschule Berlin

6. September 2019
Workshop "The Anthropocene and You"
J Henry Fair, Fotograf und Klimaaktivist

13. September 2019
Workshop "Je größer die Ungleichheit in einer Gesellschaft, desto mehr Verlust an biologischer Vielfalt. Ein (vermeintlich) einfacher Zusammenhang.“
Jens Jetzkowitz, Museum für Naturkunde Berlin

20. September 2019
Workshop "Warum ist ein umfassender CO2-Preis eigentlich das beste Instrument zur Senkung der Treibhausgas-Emissionen?"
Dr. Nils aus dem Moore, RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

27. September 2019
Aktuelle Stunde "Wetterextreme und typische Einwände in der Klimadebatte"
Maria Martin und Jascha Lehmann, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung

4. Oktober 2019
Diskussion "Gesundheitliche Auswirkungen der Umweltverschmutzung und des Klimawandels"
Bernd Rupp, Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie

Update: Weitere Termine

Aktionstag zum globalen Klimastreik am 20. September

Anlässlich des am 20. September stattfindenden globalen Klimastreiks öffnet das Museum für Naturkunde ganztägig bei freiem Eintritt für alle Bürgerinnen und Bürger. In den Ausstellungen stehen dann wissenschaftliche Expertinnen und Experten für Fragen bereit.

„Viele glauben, dass die Bringschuld der Wissenschaft erfüllt ist, wenn wir die Bürgerinnen und Bürger einladen ins Museum zu kommen,“ so Generaldirektor Johannes Vogel. „Wir glauben, dass wir die Menschen durch unsere Angebote befähigen, sich selbst mit der Natur zu beschäftigen und sich weiter zu entwickeln. Museen müssen Teil der Gesellschaft sein. Wir können die junge und engagierte Generation für Natur, Politik und Gesellschaft begeistern und sie befähigen, ihre Zukunft aktiv zu gestalten. Daher bespielen wir unsere Flächen gemeinsam mit Fridays for Future.“  

Besonders die bis zum 20. Oktober verlängerte Sonderausstellung ARTEFAKTE ist dafür geeignet, sich vertieft mit einigen der drängendsten Zukunftsthemen auseinanderzusetzen. Zu sehen sind unter anderem großformatige Bilder des in New York lebenden Künstlers J Henry Fair, der schwer zugängliche Industriegebiete, Giftmüllablagerungen und Kohleabbaugebiete aus der Vogelperspektive fotografierte und so die teilweise katastrophalen Auswirkungen menschlichen Handelns auf die Natur dokumentiert.