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Verantwortung für Natur

Die Bewahrung des Reichtums der biologischen Vielfalt ist eine der großen Herausforderungen für die Zukunft der Menschheit, zu der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Museum für Naturkunde Berlin intensiv forschen. Das Haus möchte sich verstärkt als Vermittler, Aktivator und Berater „Für Natur“ in die gesellschaftliche Debatte einbringen.  

Der Mensch ist Teil der Natur, aber gibt es genug Dialog und Austausch über unser Verhältnis zur Natur und der Rolle des Menschen? Das fortwährende Artensterben, der Klimawandel, Plastik in den Meeren sowie der Kampf um Rohstoffe sind Themen, die unsere Zukunft nachhaltig beeinflussen werden. Am heutigen Abend kommen daher zahlreiche prominente Gäste aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft im Sauriersaal des Museums für Naturkunde Berlin zusammen, um sich gemeinsam über zukunftsfähige Strategien auszutauschen. Dazu gehören der Staatssekretär für Wissenschaft und Forschung Steffen Krach ebenso wie der Wissenschaftsjournalist und Moderator Ranga Yogeshwar, Lori Bettison-Varga, Direktorin des Natural History Museum of Los Angeles County, sowie Sebastian Turner, Herausgeber und Gesellschafter des Tagesspiegels. Publizist und Philosoph Richard David Precht wird zu Beginn der Veranstaltung von Johannes Vogel, Generaldirektor des Museums für Naturkunde Berlin, zum „Botschafter für Natur“ ernannt und im Anschluss durch das Programm führen.

Wir leben in einer demokratischen Wissensgesellschaft und müssen gemeinsam daran arbeiten, diese durch Dialog und Vielfalt zu gestalten und zu entwickeln. Gesellschaft und Wissenschaft müssen verstärkt aktiviert werden, um gemeinsam um nachhaltige Lösungen zu ringen. Das Museum für Naturkunde Berlin sieht sich hier in der Verantwortung: Es wird seine Forschung vertiefen, seine Erkenntnisse noch effektiver vermitteln, um dadurch zur Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft als Vermittler und Aktivator beizutragen. Die Abendveranstaltung ist Auftakt für neue Veranstaltungsformate am Museum für Naturkunde Berlin, Startschuss eines neuen Corporate Designs des Hauses sowie der Intensivierung strategischer Partnerschaften zur Bekämpfung des Verlustes der biologischen Vielfalt auf der Welt. Denn zur Lösung der mannigfaltigen Herausforderungen bedarf es gezielter Kooperationen und gemeinsamer konzertierter Aktionen sowie vermehrt Orte, an denen Gesellschaft, Wissenschaft und Politik zusammenkommen:

„Wir sehen es als unsere genuine Aufgabe als Museum und global vernetzte Forschungsinstitution, unsere Arbeit nicht nur als Bewahrer des Wissens, sondern auch als Vermittler und Aktivator weiterzuentwickeln. Wir möchten ein Forum für verschiedene Interessengruppen bieten, in dem offen über die wirklich wichtigen Fragestellungen des 21. Jahrhunderts diskutiert wird“, sagt Johannes Vogel, Generaldirektor des Museums für Naturkunde Berlin. „Als Leibniz Institut für Biodiversitäts- und Evolutionsforschung sehen wir uns in der Tradition und im Auftrag, von Charles Darwin, Alexander von Humboldt und anderen Naturforschern für eine nachhaltige Zukunft des Menschen.“

Alexander von Humboldt war der erste global denkende und handelnde deutsche Wissenschaftler und wird als solcher auch heute noch weltweit verehrt und beachtet. Er zeichnete sich durch exakte wissenschaftliche Arbeit sowie politisches Denken und Handeln aus. Seine Handschrift und sein Lebenswerk bilden dadurch wie selbstverständlich eine natürliche Symbiose zur Arbeit des Museums für Naturkunde Berlin im Sinne der Leitlinien des Hauses: Forschung vertiefen, Erkenntnisse vermitteln, Gesellschaft verändern.

Dazu Steffen Krach, Staatssekretär für Wissenschaft und Forschung: „Ich bin fest überzeugt: Wissenschaft und Forschung sind unsere Zukunft! Die Wissenschaft muss aber noch besser darin werden, ihre Erkenntnisse in die Gesellschaft zu tragen und den notwendigen Austausch zu fördern. Eine Institution wie das Museum für Naturkunde Berlin ist geradezu prädestiniert dafür, diesen Dialog aktiv zu gestalten. So können wir auch gemeinsam alternativen Fakten und wachsender Wissenschaftsskepsis begegnen.“

Gemeinsamer Einsatz „Für Natur“

Das Museum für Naturkunde Berlin gehört mit seinen 30 Millionen Objekten und seinen ebenso zukunftsweisenden wie international vernetzten Forschungsaktivitäten zu den wichtigsten integrierten Forschungsinstitutionen. Jeden Tag beweisen interdisziplinär agierende Forschungsteams aus unterschiedlichen Disziplinen mit ihrem Einsatz aufs Neue, dass die Sammlungen des Hauses ein unermesslicher Schatz für die Menschheit sind, aus dem wichtige Erkenntnisse über das Gleichgewicht auf der Welt erlangt werden können. Die Forscherteams möchten mit ihrem gebündelten Wissen in Zukunft verstärkt an die Öffentlichkeit treten, um aktuelle Entwicklungen zu deuten, globale Veränderungen vorauszusagen, und Bürgerinnen und Bürger mit einbeziehen. Gleichzeitig möchte das Forschungsinstitut eine Plattform des Austauschs für unterschiedliche Akteure der Zivilgesellschaft bieten und seine Pforten noch weiter für Podiumsdiskussionen, Citizen Science-Projekte und interdisziplinäre Veranstaltungsformate gemeinsam mit anderen Wissenschafts- und Kulturinstitutionen öffnen.

Zur Abendveranstaltung am 22. Januar ebenfalls eingeladen sind die Direktoren der 12 renommiertesten Naturkundemuseen der Welt. Diese werden gemeinsam mit dem Museum für Naturkunde Berlin an den Tagen darauf über gemeinsame Aktivitäten zum Erhalt der Biodiversität auf der Welt beraten.

 

In diesem Downloadordner erhalten Sie ab ca. 19 Uhr nach und nach Bildmaterial, welches Sie in Zusammenhang mit der Berichterstattung über die Pressemeldung kostenfrei verwenden können:

http://download.naturkundemuseum-berlin.de/presse/VerantwortungFürNatur

Eine anderweitige sowie kommerzielle Verwendung des Bildmaterials ist nicht gestattet. Wir bitten um präzise Quellenangabe (© Name der Fotograf/in  & Museum für Naturkunde Berlin) und je ein kostenloses Belegexemplar der Veröffentlichung für das Museum für Naturkunde Berlin sowie den Inhaber der Bildrechte.