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Das Museum für Naturkunde plant, sich mit dem Phänomen Knut im Rahmen eines wissenschaftlichen Symposiums zu beschäftigen, so der neue Generaldirektor Johannes Vogel. „Wir wissen um die Symbolkraft des Tieres. Er steht für den Schutz einer bedrohten Tierart und für den Kampf gegen die globale Klimaerwärmung und deren Folgen für Mensch und Tier“, so Vogel. „Als exzellentes Forschungsmuseum werden wir uns deshalb diesem Thema aus wissenschaftlicher Sicht widmen und auch den gesellschaftlichen Aspekt der emotionalen Bindung an das Tier mit einbeziehen.“

Das Thema `Wert der Natur´ soll in den nächsten Jahren in einer Sonderausstellung des Museums aufbereitet werden. Dabei wird das Museum für Naturkunde sich dem Thema aus verschiedenen Perspektiven nähern, z.B. aus Sicht der Klimaveränderung, der Bereitstellung von Nahrungsmitteln, Energie und Konsumgütern, aber auch aus Sicht des Tourismus, der Erholung und Bildung. In diese Ausstellungskonzeption wird der Eisbär Knut als gesellschaftliches Phänomen und Botschafter einer bedrohten Tierart integriert.

Nach der Obduktion im Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung wird das Fell im Museum in einer Kühlbox so aufbewahrt, dass eine Präparation zu einem späteren Zeitpunkt möglich ist. Die Präsentation von Knut ist als Dermoplastik vorgesehen. In den öffentlichen Ausstellungen wird bereits seit einigen Jahren der Werdegang einer dermoplastischen Präparation gezeigt. Dabei wird über eine künstlerisch angefertigte Körperplastik das originale Fell gezogen. Um zu sehen, wie eine Dermoplastik entsteht, kann sich der Besucher bereits jetzt in den öffentlichen Ausstellungen informieren und den Gorilla `Bobby´ anschauen.