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Der Mineralien Tanz

NuForm: Nähe trotz Distanz - Der Mineralien Tanz

Der Mineraliensaal im Museum für Naturkunde Berlin ist ein denkmalgeschützter Raum. Dieser erschwert die gestalterische Freiheit bzw. Inszenierungsvarianz, mit der Mineralien ausgestellt werden können. Dementsprechend schwierig ist es, neue Besuchendengruppen für eine bestimmte Ausstellungsthematik, z.B. Mineralogie, zu erschließen.

In diesem Show Case steht der Mineraliensaal exemplarisch für einen Ausstellungssaal mit historischem und denkmalgeschütztem Charakter im Fokus. Wie darin neue Interessen stimuliert, Inhalte eröffnet oder neue Interaktionsmöglichkeiten geschaffen werden können, muss hier abseits einer Neugestaltung der Ausstellung gedacht werden. Dies muss ohne bauliche Veränderungen des Raums gelingen.

Einblicke in den Stand des Prototyps

Mit diesem Show Case wurde ein hybrider Prototyp entworfen, auf den sowohl digital als auch vor Ort im Mineraliensaal zugegriffen werden kann. Er gewährt einen multimedialen Zugang zu der Ausstellungsthematik und legt zugleich Inhalte offen, die die bestehende Ausstellung spielerisch ergänzen.

Exemplarisch an einer Vitrine des Mineraliensaals können sich Besuchende durch eine Anzahl Mineralien navigieren und so zusätzliche Informationen über die Objekte abrufen. Der Prototyp überträgt die Ansicht als Livestream an ein remote-System, sodass auch von extern visuell auf die Originalobjekte und auf die ergänzenden Informationen zugegriffen werden kann.

Die Hybridität des Prototyps definiert sich durch die unmittelbare Verbundenheit und technologische Synchronisation beider Seiten. Eine Steuerung von der einen Seite wird auch auf der anderen ersichtlich. Beide Seiten registrieren visuell und über einen haptischen Widerstand die zeitgleiche Navigation, womit eine physisch-digitale Begegnung und Verbundenheit verdeutlicht werden soll.

Über das Projekt

Im Januar 2021 hat das Museum für Naturkunde Berlin gemeinsam mit ART+COM Studios das Forschungsprojekt NuForm gestartet. Zwei Jahre lang werden in dem Projekt neue Formen und Formate der Begegnungskommunikation entwickelt und erprobt, die das museale Ausstellungserlebnis nachhaltig erweitern sollen.