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Schwerwiegende Schenkungen

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Zur Aneignung der Objekte im Mineralogischen Museum in Berlin (1770–1840)

Der Auf- und Ausbau von Naturaliensammlungen beruht seit jeher in einem erheblichen Maß auf Schenkungen. Auch die Mineralogisch-Petrographische Sammlung des Museum für Naturkunde Berlin erhielt in ihren ersten Jahrzehnten mehrere Sammlungen übereignet. In den Gesteinsproben und Mineralienstufen materialisierten sich nicht allein epistemische, sondern auch ökonomische Werte.

Das Ziel dieses Projekts ist es, die mit Blick auf die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts vorherrschenden sammlungsgeschichtlichen Perspektiven auf Naturaliensammlungen um eine wirtschaftliche und politische Dimension zu ergänzen. Anhand der Schenkungen lässt sich die Institutionalisierung des Museums in die Genese moderner Staatlichkeit einbetten. Durch das Projekt soll das Verhältnis von Wissenschaft und Politik – Museum und Staat – in Europa am Übergang von der Vormoderne zur Moderne näher bestimmt werden. Die Schenkungen sind in diesem Rahmen die Quellen, um nachzuvollziehen, wie die Ideen von Staat, Nation und Wissenschaft unter Bezugnahme auf das Museum in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts verhandelt wurden.

In diesem Projekt werden Schenkungen der folgenden Personen erforscht:

Carl Wilhelm Nose (1753–1835)
Carl Ludwig Giesecke (1761–1833)
Magnus von Petersen (1764–1832)
Dietrich Ludwig Gustav Karsten (1768–1810)
Leopold von Buch (1774–1853)
Alexander von Humboldt (1769–1859)
Johann Anton Stolz (1778–1855)
Andreas Christian Zipser (1783–1864)
Carl von Oeynhausen (1795–1865)
Friedrich Hoffmann (1797–1836)
Ernst Heinrich von Dechen (1800–1889)
Hermann Abich (1806–1886)

Finanzierung

Dieses Projekt wird gefördert von der Fritz Thyssen Stiftung.