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Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel nahm heute gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern an einer Führung durch Ausstellungen und Sammlung des Museums für Naturkunde Berlin, Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung, teil. Unter dem Leitthema „Mensch und Natur – wie wollen wir in Zukunft leben?“ informierte sich Merkel über die Forschungsarbeit, die Relevanz der Sammlung, die strukturierten Bildungsprogramme sowie den Zukunftsplan des Forschungsmuseums. Im Anschluss sprach die Kanzlerin mit Schülerinnen und Schülern über Biologische Vielfalt und Klimawandel.

Die Bundeskanzlerin wurde vom Generaldirektor des Museums für Naturkunde Berlin, Johannes Vogel, dem Geschäftsführer, Stephan Junker, sowie den Schülerinnen und Schülern herzlich willkommen geheißen. In der anschließenden Führung gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern informierte sich Merkel über die Forschungsarbeiten am Tyrannosaurus rex Tristan Otto sowie an Giraffenwirbeln, bei deren CT-Scan die Bundeskanzlerin zuschaute. Nach einem Fototermin an der Biodiversitätswand besuchte die Bundeskanzlerin, begleitet von den Schülerinnen und Schülern, die Sammlung des Museums. Durch die jahrhundertelange wissenschaftliche Bearbeitung, Beschreibung und intensive Forschungsarbeit in Berlin haben die 30 Millionen Sammlungsobjekte großen historischen, wissenschaftlichen und kulturellen Wert erhalten. An der Sammlung des Museums forschen rund 150 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die die Ergebnisse ihrer Arbeit unter anderem in Ausstellungen des Museums präsentieren. Die Sammlung wird permanent weiterentwickelt und steht einer vielfältigen Forschung, von Naturwissenschaften über Kunst- und Geisteswissenschaften bis zu Bürgerwissenschaften zur Verfügung. In der Vogelsammlung informierte sich Merkel unter anderem über die Eier von Wanderfalken, an deren Schalen der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und deren Einfluss auf das Brutverhalten der Vögel über Jahrzehnte abgelesen werden kann.

In einer anschließenden Gesprächsrunde beantwortete die Bundeskanzlerin Fragen, die die Schülerinnen und Schüler bewegen, zum Beispiel: Was plant die Politik gegen das Insektensterben? Mit welcher Strategie soll das Thema Biologische Vielfalt in der Bevölkerung bekannter gemacht werden? Welche Bestrebungen gibt es gegen Massentierhaltung? Warum darf für Produkte, die Palmöl enthalten, Werbung gemacht werden? Die Bundeskanzlerin diskutierte über diese und weitere aktuelle Fragen, die den Klimawandel, Biodiversitätsverlust sowie eine lebenswerte Zukunft betreffen, mit 60 Schülerinnen und Schülern der 8. – 11. Klasse. Diese kamen aus der Hagenbeck-Schule in Berlin-Weissensee, dem Carl-Friedrich-von-Siemens-Gymnasium in Berlin-Spandau sowie dem Dathe-Gymnasium in Berlin-Friedrichshain. In zum Teil langjährigen Kooperationen arbeitet das Museum für Naturkunde Berlin mit diesen Partnerschulen in naturwissenschaftlichen Projekten zu den Themen Biologische Vielfalt, Biologie und Ethik und dem Erkennen und der Vermittlung von Artenvielfalt zusammen.

Bundeskanzlerin Merkel betonte: "Alexander von Humboldt hat uns gezeigt, dass die Welt zusammen gehört. Seine Leidenschaft dafür, die Welt zu erhalten, wünsche ich uns allen. Danke dem Museum für Naturkunde Berlin, das uns emotional über Natur berichtet, unendliche Schätze hat und uns Ehrfurcht vor der Natur gibt. Wenn wir überleben wollen, müssen wir die ganze Welt in Balance betrachten."

„Wir freuen uns außerordentlich über den Besuch der Kanzlerin und sehen darin sowohl die Relevanz unserer Arbeit bestätigt, als auch eine Anerkennung unserer Arbeit als offenes und integriertes Forschungsmuseum der Leibniz-Gemeinschaft“, so Johannes Vogel, Generaldirektor des Museums für Naturkunde Berlin. „Unsere Zukunft wird davon abhängen, wie wir Menschen endlich zum Handeln kommen, gemeinsame, tragfähige Lösungen schaffen und unser Konsumverhalten in den Griff bekommen. Das Museum für Naturkunde Berlin ist begeistert vom Engagement der jungen Menschen für eine nachhaltige Zukunft und möchte als offenes Forum dienen, um sich mit Fragen des Klima-, Natur- und Umweltschutzes auseinanderzusetzen. Unsere zahlreichen strukturierten Bildungsprogramme unterstützen dieses Ziel nachhaltig.“

Fotos erhalten Sie unter: http://download.naturkundemuseum-berlin.de/presse/Bundeskanzlerin

Die Fotos können zur Berichterstattung in Zusammenhang mit der Pressemeldung kostenfrei verwenden werden.