Unser neues Poster mit den wunderschönen Prachtkäfern entstand aus dem Kultur-Hackathon Coding Da Vinci.
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Die Gesellschaft muss sich der Digitalisierung stellen. Das Museum für Naturkunde Berlin nimmt seine globale Verantwortung war und digitalisiert seine Sammlungen. Um diese weltweit rund um die Uhr verfügbar zu machen, werden die Objekte systematisch digitalisiert und online zur Verfügung gestellt. Derzeit erfolgt die Aufarbeitung und Erschließung der gesamten Hymenopterensammlung (Bienen, Wespen und Ameisen) im Ausstellungsbereich, wodurch die Besucherinnen und Besucher direkten Einblick in die Sammlungsarbeit am Museum für Naturkunde Berlin haben. 

Seit 1. Juni 2019 ist die Digitalisierungsstraße dienstags bis sonntags von 10:30 bis 16:30 Uhr öffentlich zugänglich.

Achtung: Zwischen den Jahren von 23. Dezember bis 2. Januar ist dieser Ausstellungsbereich geschlossen.

Die Sammlung der Hautflügler Hymenoptera ist mit 2,3 Millionen Exemplaren eine der objektreichsten entomologischen Sammlungen des Museums für Naturkunde Berlin. In der Diskussion um den derzeitigen Biodiversitätsverlust spielen besonders Bienen, die als Bestäuber im Blickpunkt der Öffentlichkeit stehen, eine prominente Rolle. Zudem sind sie mittlerweile eine Art Symboltier für das Insektensterben. Soziale und andere Wespen sind als Kulturfolger und Lästlinge in der Diskussion.

Aus historischen Gründen befindet sich die Sammlung der Hautflügler überwiegend in einem physischen Zustand, der keinesfalls modernen konservatorischen Standards entspricht. Die Aufarbeitung und Erschließung der gesamten Hymenopterensammlung erfolgt im Ausstellungsbereich, wodurch die Besucherinnen und Besucher direkten Einblick in die Sammlungsarbeit am Museum für Naturkunde Berlin haben.

Die Sammlung der Bienen, Wespen und Ameisen wird in den kommenden Jahren neu aufgestellt, wobei die Tiere in Aufbewahrungssysteme überführt werden, die den höchsten konservatorischen Standards entsprechen. Gleichzeitig erfolgen wissenschaftliche Recherchen, um die Validität der Arten zu klären und die Sammlung nach neuster Nomenklatur zu ordnen.

Um die Sammlung weltweit rund um die Uhr verfügbar zu machen, werden die Einzeltiere systematisch digitalisiert und online zur Verfügung gestellt. Dabei werden die vorhandene analoge Dokumentation in Datenbanken überführt und Bilddigitalisate in 2D und 3D angefertigt. Der Raum dient dabei gleichzeitig als Labor zum Testen neuer und innovativer Digitalisierungsmethoden, die es erlauben, große Mengen von Sammlungsobjekten zeit- und kostengünstig zu digitalisieren.

Grundlegende Informationen zur Sammlung der Hautflügler:

Die Sammlung der Hautflügler Hymenoptera ist mit 2,3 Millionen Exemplaren eine der objektreichsten entomologischen Sammlungen des MfN. Bei den rund 2.277.880 Exemplaren handelt es sich hauptsächlich um genadeltes Trockenmaterial, worin auch 11.400 Typen enthalten sind. Der Gesamtbestand verteilt sich auf rund 235.000 Arten. Hinzu kommen: 238 Nester, 1.100 Blätter mit Minen und Gallen, 10.000 Larven, 2.200 Kokons, 28.000 mikroskopische Präparate und 125.000 in Alkohol aufbewahrte Objekte.
Die Hautflügler und Netzflügler gehören neben den Käfern, Schmetterlingen und Zweiflüglern zu den vier artenreichsten Insektenordnungen überhaupt. Ähnlich vielfältig ist ihre Lebensweise als Bestäuber, Pflanzenfresser, Parasitoide oder Räuber. Die Imagines, die erwachsenen Tiere, leben allein oder bilden saisonale Staaten wie Hummeln oder bestimmte Faltenwespenarten. Staaten, die über mehrere Jahre bestehen, kennt man von den Honigbienen und den Ameisen.

Informationen zum Käfer-Bild:

Posterdesign Michael Scheuerl in Zusammenarbeit mit Mediasphere For Nature, Poster erhältlich im Museumsshop.