Direkt zum Inhalt

Wilder Kiez: das Projekt "Vielfalt Verstehen"

Drei Personen im Vordergrund mit einem Ferngläsern und mehreren Pflanzen um das Trio.

Dieser Artikel erschien zuerst in unserem Journal für Natur (Ausgabe 9/2024).

An einem Tag im Frühjahr, nur wenige hundert Meter vom Museum für Naturkunde Berlin entfernt, begleitet Frederic Griesbaum eine Gruppe junger Leute durch den Grünzug an der Südpanke. Vor drei Jahren wurde das kleine Flüsschen hier im Bezirk Mitte wieder freigelegt und ein naturnaher Raum geschaffen, der für Mensch und Tier attraktiv ist. Eine schmale, wilde Nische im dichten Stadtraum, eingezwängt zwischen dem hohen Zaun des Bundesnachrichtendienstes und dem Heizkraftwerk Scharnhorststraße. Werkstattgeräusche wehen aus dem nahen Gewerbegebiet herüber. Griesbaum, der als Biologe am Museum für Naturkunde Berlin häufig Gruppen durch die Berliner Stadtnatur führt, schaut durch sein Fernglas in die Baumkronen. Ein Star. Eine Nebelkrähe. Kohlmeisen. Zwei Stieglitze! "War das da gerade ein Grünfink?" Ein Eichhörnchenpärchen flitzt hinter ihm ins Gebüsch. 

Die Gruppe sucht den Hang vor dem hohen Zaun ab. Die Deutsche Wildtierstiftung hat hier einen Blühstreifen angelegt, um Bestäuber anzulocken. Mit geübtem Auge erspäht Griesbaum innerhalb kürzester Zeit eine wenige Millimeter große Wespe und knallrote Feuerwanzen, er zeigt die vielen Erdnester, die Wildbienen gegraben haben, und scheucht Ameisen unter einem Stück Rinde auf. Ein gold-metallisch glänzender Käfer schimmert zwischen den Grashalmen – und landet kurzerhand in der Becherlupe. 

"Ein Erzfarbener Kanalkäfer", sagt Griesbaum. "Insekten und Vögel sind die ersten, die solche Flächen wieder besiedeln, die fliegen vorbei und denken sich: hier ist es schön, hier bleiben wir!" Flora und Fauna haben die neue Nische dankend angenommen. 70 Wildbienenarten hat die Stiftung Naturschutz Berlin im letzten Jahr hier gezählt und in der Naturbeobachtungs-App iNaturalist haben Bürgerinnen und Bürger mehr als 100 Arten eingetragen – darunter Blattschneiderbienen, die ihre Nester mit Blättern verschließen, sowie einen Rotfuchs, der den Hang zum Bundesnachrichtendienst aufgerissen hat, als wolle er unter dem Zaun hindurch einen Tunnel graben. In der Südpanke selbst kommen Gründlinge, Dreistachelige und Neunstachelige Stichlinge vor, an ihrem Ufer wachsen Blutweiderich und Sumpflilien, etwas abseits sogar das seltene Heidekraut. Eine Frau, die mit ihrem Hund Gassi geht, erzählt, dass sie morgens hier immer einen Graureiher beobachtet. Und tatsächlich: Im Schlamm erkennt man seine feingliedrigen Spuren. 

An diesem Ort, inmitten des Berliner Häusermeeres, lässt sich beobachten, wie die Natur nach und nach zurück in die Stadt kommt, wenn man ihr die Chance dazu gibt. Und wie auch der Mensch sich in den kultivierten Biotopen wohlfühlt – am Wasser sitzend, auf Bänken liegend, die Natur auf sich wirken lassend. "Es ist wirklich ein Kleinod, das zeigt, wie man die Artenvielfalt in der Stadt durch gezielte Aufwertungsmaßnahmen erhöhen kann", sagt Griesbaum. 

"Langfristig könnten sich hier auch wieder Teichfrösche oder gefährdete Libellenarten ansiedeln." Ein neues Projekt des Museums für Naturkunde Berlin, an dem Griesbaum beteiligt ist, will genau solche Fragen ergründen: Wie vital und vielfältig ist die Stadtnatur im Kiez? Wo finden sich wertvolle Naturräume, und seien sie noch so klein und beengt? Und was kann jeder Einzelne tun, um zur Artenvielfalt in der Nachbarschaft beizutragen? "Vielfalt Verstehen – Natur erforschen und erleben" ist im Sommer 2023 unter der wissenschaftlichen Leitung von Astrid FaberNike Sommerwerk und Jörg Freyhof gestartet, um in den Bezirken Mitte und Reinickendorf all jene Grünflächen zu identifizieren, auf denen sich besonders viele Arten tummeln – oder auch besonders viele Exemplare einer gefährdeten Art. 

"Das müssen keinesfalls ausgewiesene Schutzgebiete sein. Auch ein Friedhof, eine Kleingartenanlage oder sogar ein verwilderter Straßenmittelstreifen können Hotspots städtischer Biodiversität sein. Die Vielfalt, die man in diesen Zwischenräumen finden kann, ist zum Teil sogar für Fachleute überraschend", sagt Julia Kissel, die das von der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt finanzierte Projekt am Museum für Naturkunde Berlin koordiniert. "Es gibt so vieles, was mitten in der Stadt im Verborgenen liegt und darauf wartet, aufgespürt zu werden."

Kammmolche in Reinickendorf 

Für eine Großstadt gilt Berlin als besonders artenreich. Um die 20.000 Tier- und Pflanzenarten leben hier zwischen 3,8 Millionen Menschen. Manche Arten fühlen sich in der Hauptstadt besonders wohl. Die Population der Berliner Nachtigallen etwa ist mit rund 3000 Exemplaren beeindruckend hoch. Der Bestand an Habichten ist in Berlin so dicht wie kaum irgendwo in Europa. Und in den Nächten schwirren 18 der 25 in Deutschland heimischen Fledermausarten durch die Berliner Lüfte – allein in der Zitadelle Spandau überwintern rund 10000 Tiere, darunter das Große Mausohr, die Wasserfledermaus, die Zwergfledermaus und das Braune Langohr.

Auch einige sehr seltene Tierarten haben sich in Berlin behaupten können. Auf einer Düne in der Jungfernheide verharrt etwa eine Population des Kiesbank-Grashüpfers, der außerhalb der Alpen kaum irgendwo sonst zu finden ist. Am Rande des Tempelhofer Feldes lebt eine kleine Zauneidechsen-Gemeinschaft und auf einem ehemaligen Bahnhofsgelände in Pankow hat es sich die Kreuzkröte gemütlich gemacht. Der streng geschützte Kammmolch wiederum wurde im Tegeler Forst und im urbanen Kienhorstpark in Reinickendorf gesichtet.

Doch für viele Arten sieht es schlecht aus. Wie anderswo auch, geht der Trend in Berlin in Richtung Artenverlust: Im 20. Jahrhundert sind pro Jahr rund 10 Arten aus der Stadt verschwunden, insgesamt gelten 16 Prozent aller Arten, die für Berlin auf der Roten Liste geführt werden, als "verschollen". Insbesondere Arten, die von Gewässern abhängen, haben stark unter der klimabedingten Trockenheit der letzten Jahre gelitten und auch mauerbrütende Fledermäuse und Vögel wie Mauersegler oder Haussperling haben es schwer, weil sie durch Häusersanierungen immer weniger Nistplätze finden. 

"Vielfalt Verstehen" wird kartieren, welche wertvollen Nischen in Mitte und Reinickendorf vorhanden sind und ein Bewusstsein für diese Räume schaffen. Schulklassen, Kindergärten und Stadtteilvereine sollen die Flächen erkunden und aus der Nähe erleben, wer ihren Kiez so alles bevölkert. "Wir wollen möglichst viele Berlinerinnen und Berliner mit Stadtnatur in Berührung bringen und ihnen zeigen, dass man Biodiversität nicht nur im Regenwald findet, sondern auch im eigenen Kiez", sagt Griesbaum, der gemeinsam mit seiner Kollegin Kim Mortega für das Umweltbildungsprogramm des Projekts verantwortlich ist. 

Das fügt sich in die umfangreiche Bildungsarbeit zur Stadtnatur ein, die das Museum für Naturkunde Berlin leistet. Bei Naturführungen erkunden jährlich zahlreiche Berlinerinnen und Berliner heimische Biotope wie die Panke, den Tiergarten oder die Karower Teiche. Für Reinickendorf beherbergt das Museum für Naturkunde Berlin sogar die Koordinierungsstelle für Natur- und Umweltbildung, über die ein Netzwerk der Umweltbildung im Bezirk aufgebaut, die Angebote der Umweltbildung weiter entwickelt und bekannt gemacht werden. 

Und mit dem Weddinger Brunnenkiez besteht ein langjähriges Bündnis mit verschiedenen Bildungsinstitutionen, bei dem unter anderem Vorschulkinder an Projekttagen die Natur im Wandel der Jahreszeiten erleben und spielerisch die Natur entdecken. Mit der kostenlosen App Naturblick wurde zudem ein digitaler Begleiter geschaffen, mit dem man mehr als 2500 Arten – teils durch automatische Muster- und Lauterkennung – bestimmen und in ein persönliches Feldbuch eintragen kann. 

  • Vier Personen mit Handynutzung der Naturblick - App auf einer Wiese stehend.
  • Nutzung eines Tablets mit Aufzeichnungen mit zwei Händen.


 

Shared Space für Mensch und Natur

Um einen fundierten Überblick über die Artenvielfalt auf den Grünflächen in Mitte und Reinickendorf zu bekommen, führt "Vielfalt Verstehen" vorhandene Daten aus der Wissenschaft und der Berliner Verwaltung zusammen. "Das können Messstellen zu Fischen der Senatsverwaltung, Vogelbeobachtungen der Berliner Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft, Pflanzenkartierungen der Stiftung Naturschutz Berlin oder auch Daten aus Citizen-Science-Apps wie iNaturalist sein", sagt Melina Fienitz, die mit ihrer Kollegin Silvia Keinath für die Forschungsarbeit im Projekt verantwortlich ist. Sie überprüft die Datensätze und führt sie nach und nach in einer Karte zusammen, auf der sich immer besser ablesen lässt, in welchen Gebieten der Stadt die Vielfalt besonders hoch ist oder gefährdete Arten ein wichtiges Habitat gefunden haben.

Das Ziel ist nicht, diese Flächen unter Naturschutz zu stellen, sondern sie als Key Biodiversity Areas (KBAs) auszuweisen. Dieses von der Weltnaturschutzunion IUCN geschaffene Konzept identifiziert Gebiete, die besonders viel zum Erhalt der biologischen Vielfalt beitragen – etwa, weil sie für gefährdete Arten besonders wichtig sind. Im Projekt "Vielfalt Verstehen" wird dieses weltweit genutzte Konzept erstmals für Berlin angepasst und angewendet. Gerade in einer Großstadt bieten die Biodiversitäts- Schlüsselgebiete einen Weg, Artenvielfalt zu fördern, ohne dem Menschen wertvolle Flächen in der Stadt zu entziehen. 

Sie funktionieren quasi als Shared Space für Natur und Mensch, der beide zusammen denkt und beiden gleichermaßen gerecht wird. Zudem sind sie ein wichtiger Baustein, um das bei der Weltnaturkonferenz 2022 verkündete Ziel zu erreichen, bis 2030 mindestens 30 Prozent der weltweiten Land- und Meeresflächen effektiv zu bewahren. Bei der Suche nach den grünen Hotspots der Stadt verlässt sich das Projekt auch auf die Expertise der vielen Berliner Expert: innen, die sich mit Artenvielfalt befassen und diese beobachten. Am Museum für Naturkunde Berlin befasst sich zudem ein eigenes Forschungscluster mit der Stadtnatur. Die Forscher:innen analysieren hier, wie sich einzelne Arten und Artengruppen in Berlin über die Jahre und Jahrzehnte entwickeln, sie beobachten Wildbienenpopulationen in Berliner Gemeinschaftsgärten, studieren Fledermäuse, Fische oder Amphibien. 

Sie fanden zum Beispiel heraus, dass 450 verschiedene Insektenarten die Mittelstreifen von Straßen wie der Heerstraße oder der Frankfurter Allee bevölkern – darunter auch die in Berlin über 60 Jahre verschollen geglaubte Heuschreckensandwespe. Und sie entwickeln automatische Systeme zur Bestimmung und Entdeckung von Arten, die genetische Techniken mit Künstlicher Intelligenz vereinen. 

Für den Berliner Raum hat das Forschungscluster Informationen für das 89 Biodiversitäts-Langzeitreihen zusammentragen, die unter anderem für die seltenen Brutvögel, Schmetterlinge oder Libellen Veränderungen in Populationsgrößen oder auch genetische Daten erfassen. Mit Ihnen soll ein umfassender, an den internationalen Living Planet Index angelehnter Index entstehen, anhand dessen man einen Blick den Zustand der Artenvielfalt in der Stadt ablesen kann – quasi eine Wetterstation für die Artenvielfalt.

Ein Netz grüner Korridore durchzieht die Stadt

Im Sommer verwandelt sich auch der Vorplatz des Museums für Naturkunde in eine grüne Nische in der ansonsten versiegelten und versteinerten Invalidenstraße. Kinder und Erwachsene sitzen zwischen den rot, blau, gelb und lilafarben Blüten, verweilen trotz des Lärms der Autos. Bei genauerem Hinhören – und passenden Ampelphasen – vernimmt man das Summen der Insekten. Wo früher karge Rasenflächen waren, ist ein buntes Angebot für Mensch und Insekt entstanden, mit fast 80 Pflanzenarten, die bis in den Herbst hinein blühen. Wildbienen-Expert:innen haben hier im ersten Jahr 38 Wildbienenarten gezählt.

Wie die Wildbienennester an der Südpanke, überbringt auch das neue Summen an der Invalidenstraße eine frohe Botschaft: Die Artenvielfalt steigt wieder, sobald sich eine grüne Nische im betonierten Stadtraum öffnet. Die Voraussetzung dafür ist jedoch, dass sich andere Nischen in der Nähe befinden. "Dass wir auf unserer Blühfläche vor dem Museum gleich im ersten Jahr so viele Wildbienenarten hatten, verdanken wir wahrscheinlich auch dem Grünzug an der Südpanke", sagt Griesbaum. Der schmale Streifen funktioniere wie ein Verbindungskorridor für die Artenvielfalt. Ein ganzes Netz solcher grünen Hauptwege durchzieht Berlin – von Spandau bis zum Müggelsee, von Buch bis Marienfelde. Sie sind so etwas wie die Hauptschlagadern der städtischen Biodiversität, entlang derer sich Tiere bewegen – und Pflanzen sich ausbreiten können. 

Ohne solche Korridore würde es sehr lange dauern, bis eine renaturierte Fläche im Zentrum wieder umfassend besiedelt wird. Einige Reinickendorfer Biotope stehen schon ganz oben auf der Liste möglicher Berliner Schlüsselgebiete: Das Tegeler Fließ etwa, wo mehrere stark gefährdete Arten wie die Karausche oder der Schlammpeitzger zu Hause sind, der Tegeler See und die Insel Scharfenberg in seiner Mitte, die als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen sind. Für viele Grünflächen und Zwischenräume der Stadt hat allerdings noch nie jemand umfassend ausgewertet, was sich dort alles tummelt. 

"Durch unsere Daten werden sich voraussichtlich auch neue Hotspots auftun, die bisher noch nicht so viel Aufmerksamkeit bekommen", sagt Fienitz. So kann es sein, dass ein Friedhof als Schlüsselgebiet identifiziert wird oder eine bislang unbeachtete Brachfläche. Die Liste der Berliner Schlüsselgebiete wird öffentlich sein. Naturschutzorganisationen oder auch Stiftungen können sie als Basis für die Planung und Stärkung bestehender Biotope nutzen, etwa um Habitate zu vernetzen und neue Verbreitungswege durch sogenannte Trittsteinbiotope zu, die Lücken schließen können. 

Auch die Stadtverwaltung soll von den gesammelten Biodiversitätsdaten profitieren können, sie zum Beispiel in der künftigen Stadtplanung nutzen. "Wir wollen Impulse für eine nachhaltige Stadtentwicklung geben und Vorschläge machen, wie Flächen durch einfache Maßnahmen aufgewertet werden könnten", sagt Projektkoordinatorin Kissel. "Artenvielfalt kann so bei der Planung von Bebauungsprojekten stärker mitgedacht werden."

Genauso wichtig ist dem Team die Bildungsarbeit. Die zukünftigen Schlüsselgebiete seien schließlich bestens geeignet, um Natur zu erleben. Wie bei Schutzgebieten ist die Artenvielfalt hier besonders hoch, man darf sie jedoch frei betreten. Schulklassen, Anwohner: innen oder Stadtteilvereine sollen die Möglichkeit bekommen, Patenschaften zu übernehmen, Flächen zu pflegen und Daten zur lokalen Artenvielfalt zu sammeln, die wiederum in die weitere Forschungsarbeit einfließen. Auch die Langzeitdatenreihen zu einzelnen Arten sollen, zusammen mit vielen Partnerorganisationen des Museums für Naturkunde Berlin, fortgeführt werden.

 "Durch solche Beteiligungen können die Teilnehmenden direkt vor ihrer Haustür selbst etwas bewirken", sagt Kissel. "Diese Gestaltungsmöglichkeiten und Teilhabe schaffen Identifikation mit dem Kiez, der Natur vor der Haustür und stärken auch das soziale Gefüge."

Damit sich das Engagement für die Berliner Artenvielfalt in Zukunft stärker verselbstständigen kann, veröffentlicht "Vielfalt Verstehen" Leitfäden zur Aufwertung der Stadtnatur und bietet Veranstaltungen zur urbanen Biodiversität an Gartenschulen, Umweltzentren, für Kleingartenvereine und Wohnungsbaugenossenschaften an. So entsteht mit der Zeit ein weitläufiges Netzwerk, das die Natur in der Stadt fördert. Zunächst in Mitte und Reinickendorf, später auch in anderen Bezirken. 

Nicht nur Bürger:innen und Expert:innen sind Teile von "Vielfalt Verstehen", auch Bildungskräfte, wie Lehrer:innen sind eine wichtige Zielgruppe. Denn sie führen Schulkinder spielerisch an die Erforschung und den Schutz der Artenvielfalt heran und prägen diese für ihr leben. Auch hier sollen besonders jene erreicht werden, die in ihrem Alltag sonst kaum mit Natur in Berührung kommen. 

"Wir wollen vermitteln, dass die Natur in der Stadt einen großen Wert für die Menschen darstellt, schon wenn es um Erholung geht. Sie hat aber auch Bedürfnisse und braucht ihren Raum", sagt Griesbaum. "Und das wir lernen müssen, mit Tieren und Pflanzen in unserer Nachbarschaft gut zusammen zu leben. Es geht am Ende darum, dass alle Berliner gut miteinander auskommen – ob es sich um Menschen oder andere Lebewesen handelt."

Text: Mirco Lomoth
Fotos: Pablo Castagnola