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Bildungsprojekte

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Die Abteilung Bildung und Vermittlung am Museum für Naturkunde arbeitet eng mit verschiedenen Partnern, wie Schulen, Kitas, Universitäten, Volkshochschulen und Künstlerinnen und Künstlern zusammen. Hier werden einige Projekte vorgestellt.

Bildungsbündnis Wedding

Kooperationsprojekte mit Kitas und Schulen im Stadtteil Wedding

Seit 2012 besteht zwischen dem Museum für Naturkunde und Weddinger Bildungseinrichtungen sowie zwei Quartiersmanagements ein Bildungsbündnis mit dem gemeinsamen Ziel die Bildungschancen für Kinder und Jugendliche im Stadtteil zu erhöhen.
Mit Mitteln aus dem Förderprogramm „MuseobilBox“ des Bundesverbandes Museumspädagogik e.V. im Rahmen von „Kultur macht stark“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung konnten von 2013-2017 zwei Bildungsprogramme für Kita- und Grundschulkinder dauerhaft angeboten werden. Im Forscherclub trafen sich Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5 und 6 im Mikroskopierzentrum des Museums. Das Museumsprojekt „Wilde Tiere in der Stadt“ richtete sich an jüngere Kinder im Kitaalter. Einmal im Jahr stellen die Kinder ihre Projekte in Form von selbstgestalteten Forscherboxen vor.
Eine Weiterführung und Weiterentwicklung der Kitaprojekte konnte für die Jahre 2018-2020 durch Mittel des Projektfonds Soziale Stadt gesichert werden.

Projektpartner: Kitaverbund Brunnenviertel, Gustav-Falke-Schule, Quartiersmanagement Brunnenviertel-Ackerstraße und Brunnenviertel-Brunnenstraße
Projektteam Museum: Melanie Krause, Jessica Baltuttis (Dozentinnen); Astrid Faber, Mathias Zilch, Nina Hartmann (Projektleitung und- koordination

Schreckenpatenprogramm

Ein Kunst-Wissenschaftsprojekt rund um die peruanische Samtschrecke

Zahlreiche Kinder, Kitas und Schulen nehmen am „Schreckenpatenprogramm“ teil und sind seither im stolzen Besitz eines Terrariums mit lebenden Samtschrecken. Als Schreckenpaten erforschen sie das Leben und Verhalten dieser geheimnisvollen, erst kürzlich entdeckten Insekten, füttern sie u.a. mit Liguster und verfolgen mit wie aus winzigen Eiern Schreckennymphen schlüpfen. Über ihre Beobachtungen und Erfahrungen berichten die Kinder auf dem SchreckenBlog, ihrem gemeinsamen Forschertagebuch im Internet. Beraten werden sie dabei von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus dem Museum, die Tipps zur Erforschung und Haltung der tropischen Insekten geben. Der offene und partizipative Ansatz des Projektes spricht das Forscherinteresse und die Kreativität der Kinder gezielt an. Gemeinsam mit ihnen wird das Projekt zudem ständig weiterentwickelt.
Ein Projekt der Roter Fleck WISSEN SCHAFFT WISSEN Initiative
Idee, Konzept, Umsetzung und Projektleitung: Dr. Katinka Pantz

Partnerschule Hagenbeck-Schule

Partnerschaft zur Bewahrung und Erhalt der Biologischen Vielfalt

Seit 2012 ist die Hagenbeck-Schule Partnerschule des Museums für Naturkunde. Gemeinsam verbindet beide Partner das Ziel, Biologische Vielfalt zu bewahren und gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern Wege zu finden, wie diese nachhaltig geschützt werden kann. Die Partnerschaft mit der Hagenbeck-Schule ist auf Langfristigkeit und Beständigkeit ausgelegt, die Projekte werden in enger Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Museums entwickelt. Hier eine Auswahl bislang realisierter gemeinsamer Projekte:

  • Schülerinnen und Schüler verfassen während einer Schreibwerkstatt im Rahmen des Projekts Wissensdinge Geschichten zu ihren Lieblingsobjekten.
  • Unter der Anleitung der Künstlerin Folke Köbberling und den Künstlern Rob Vrijen und Joachim Hamster Damm gestalten Schülerinnen und Schüler in der Schule einen historischen Sammlungsschrank aus dem Museum, der bei Renovierungsarbeiten entfernt werden musste, zu einem Diorama der biologischen Vielfalt um. Entstanden ist ein multifunktionales Terrarium (für persische Rennmäuse) mit einem integrierten Sammlungsschrank.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Hagenbeck-Schule.

Schülerlabornetzwerk GenaU

Gemeinsam für einen naturwissenschaftlich-technischen Unterricht

Das Museum für Naturkunde ist mit seinem Schülerlabor, dem Carl Zeiss Mikroskopierzentrum Mitglied im Schülerlabor-Netzwerk GenaU (Gemeinsam für einen naturwissenschaftlich-technischen Unterricht). In diesem Netzwerk haben sich Schülerlabore an Forschungseinrichtungen und Hochschulen in Berlin und Brandenburg zusammengeschlossen. Für jede Altersstufe und jedes MINT-Fach (Mathematik-Informatik-Naturwissenschaft-Technik) lassen sich hier Experimentierkurse für ganze Schulklassen finden. Sie werden ergänzt durch weiterführende Arbeitsgemeinschaften und Lehrerfortbildungen.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.genau-bb.de.

Schüler_innen entdecken die Berliner Stadtnatur

Ein Schülerprojekt zu Citizen Science mit der App „Naturblick“

In einem mehrwöchigen Pilotprojekt testeten Schüler_innen der SchuleEins in Pankow die Nutzung der App „Naturblick“ im Vergleich zu weiteren Bestimmungshilfen zur Erkundung der Berliner Stadtnatur. Der Schwerpunkt lag auf der Beobachtung und Bestimmung von Vögeln, Reptilien und Amphibien. In diesem Pilotprojekt wurden Ansätze der Umweltbildung, der Bürgerforschung (Citizen Science) und des mobilen Lernens miteinander verknüpft sowie die Nutzbarkeit der App „Naturblick“ für Schulklassen und Citizen Science-Projekte überprüft.
Das Projekt wurde gefördert durch die "von Pawel-Rammingen Stiftung".

Projektbericht
PDF icon schueler_innen_entdecken_die_berliner_stadtnatur.pdf

Insektensafaris

Projekttage für Willkommensklassen

Das zweitägige Bildungsangebot „Insektensafari“ richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Berliner und Brandenburger Willkommensklassen aus dem Grundschul- und Sekundarschulbereich. An den Tagen erkunden die Kinder neben dem Museum für Naturkunde ausgewählte Naturorte sowie den Stadtraum Berlin. Am ersten Tag besuchen sie die Ausstellungen mit ihren beeindruckenden Insektenmodellen und beobachten und zeichnen Insekten im Mikroskopierzentrum. Am nächsten Tag erforschen sie die Berliner Stadtnatur mit ihrer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt, sammeln Proben und erstellen Fotos und Zeichnungen.
Begleitet werden die Projekte von einem interdisziplinären Team aus Kunst und Wissenschaft. Der naturwissenschaftlich-künstlerische Ansatz ermöglicht den Kindern Zugänge zu den Objekten im Museum für Naturkunde und zur Natur, die unabhängig von Sprache und Kultur sind. Sprache wird vielmehr spielerisch ganz nebenbei erlernt.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Ermöglicht wurde dies durch eine Spende von Dr. Raimund Keller.

2018 können wir leider keine Termine mehr anbieten.

Anmeldung und weitere Informationen:
Astrid Faber
E-Mail: astrid.faber@mfn.berlin
Tel.: 030 - 889140 8542

Bitte geben Sie Ihren Wunschtermin und mindestens einen Ausweichtermin an.

Aktives Lernen bei Kindern

Ein Forschungsprojekt der Forschungsgruppe iSearch des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung

 

Im Rahmen einer Kooperation mit dem Museum für Naturkunde Berlin führt die Forschungsgruppe iSearch (Informationssuche, ökologisches und aktives Lernen bei Kindern) des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung spielerische Studien mit Kindern im Museum für Naturkunde durch. Ziel ist es zu untersuchen, wie Kinder aktiv ihre Umgebung erkunden, um sich Wissen anzueignen und wie sich bei ihnen aktive Lernstrategien, wie das Stellen von Fragen oder das selbstständige Untersuchen und Ausprobieren von Dingen, entwickeln. Erforscht werden soll weiterhin, wie effizient kindliche Lernstrategien sind und ob Kinder ihre Strategien dynamisch an verschiedene Lernsituationen anpassen. Ein weiterer Schwerpunkt der Forschungsgruppe liegt in der Untersuchung der Frage, ob aktives Lernen, d.h. das selbstständige Entscheiden des Lerners darüber, wie etwas wann gelernt wird, eher passiven Lernformen überlegen ist. Zukünftig sind gemeinsame Forschungsprojekte mit der Bildungsabteilung am Museum geplant, die das kindliche Lernen und Erkunden im Museum für Naturkunde untersuchen werden. Die erworbenen Erkenntnisse sollen dafür genutzt werden, die museumspädagogischen Konzepte am Museum weiterzuentwickeln.

An den Studien können Eltern mit Kindern auf freiwilliger Basis teilnehmen, der Datenschutz ist gewährt.